Unter der Schallmauer
01.12.2009 | 18:56 Uhr 2009-12-01T18:56:00+0100Gladbeck. Über 10 000 Gladbecker erhalten Leistungen der Vestischen Arbeit. Hohe Zahl der Übergänge von Kurz- zu Langzeitarbeitlosigkeit.
Seit Einführung des Arbeitslosengelds II gibt es zwei Kategorien von Arbeitslosen: Die Kurzzeitarbeitslosen (Alg I), die von der Agentur für Arbeit betreut werden, und die Langzeitarbeitslosen (Alg II), die von der Vestischen Arbeit betreut werden. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis beträgt aktuell 25 806 – „ein Rekordtief” so Ulrich Kupke, Geschäftsführer der Vestischen Arbeit, und damit ein gutes Stück unter der selbst errichteten „Schallmauer” von 27 000. 2 202 dieser Arbeitslosen sind unter 25 Jahre alt.
In der Bilanz für das gesamte Jahr 2009 werde aber weiterhin ein hoher Übergang von Kurz– zu Langzeitarbeitslosen festgestellt. Über 300 Bedarfsgemeinschaften (ca. 600 Personen) wechseln pro Monat von Arbeitslosengeld I, das nur ein Jahr lang gezahlt wird, zu Arbeitslosengeld II, oder Hartz IV wie es umgangssprachlich genannt wird.
Mit der Vermittlung in Maßnahmen und in sozialversicherungspflichtige Arbeit steuert die Vestische Arbeit gegen diesen Trend.
Längst nicht alle von der Vestischen Arbeit betreuten Kunden, insgesamt sind es 50 720, sind aber arbeitslos. 23,2 Prozent der Erwerbsfähigen (11 789) erzielen Einkünfte aus einer Tätigkeit, verdienen aber nicht genug, um davon leben zu können. Sie erhalten daher aufstockende Leistungen von der Arge.
Die Statistik des Kreises gibt auch Aufschluss über die Situation in Gladbeck. Danach betreut die Vestische Arbeit hier 3 668 Arbeitslose, davon sind 366 unter 25 Jahre. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften in Gladbeck beträgt 4 877, die Gesamtzahl der Personen, die Leistungen bekommen, liegt bei 10 329.
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