"Tunnel nicht bezahlbar"
18.07.2008 | 17:34 Uhr 2008-07-18T17:34:00+0200
. . meinen Franz Kruse und Olaf Jung von der Partei die Linke und kritisieren sowohl Bauminister Wittke und die Stadtpolitiker.
Franz Kruse und Olaf Jung von der Partei „Die Linke” meinen, Oliver Wittke bleibe seiner Linie treu: „Er will einen Tunnel für Gladbeck, aber bezahlen sollen andere. Letztes Jahr noch tönte er, wenn Gladbecks den Tunnel will, soll der Bürgermeister den gefälligst selbst bezahlen. Heute meint Wittke, Bundesminister Tiefensee möge bitteschön das Geld zur Verfügung stellen.”
Der Tunnel koste über 120 Mio €. Der Bund stelle aber nur 62 Mio. € für den Ausbau bereit (gesetzlich festgelegt): „Schon die offene Galeriebauweise ist damit nicht bezahlbar. Wer glauben machen will, aus 62 Mio. könnte der Bundesminister per wunderbarer Geldvermehrung 120 Mio machen, täuscht die Bürger.”
Nicht Gladbeck, sondern Minister Wittke wolle partout eine Autobahn mitten durch unsere Stadt bauen. Einen Tunnel werde es dabei nie geben, weil den niemand bezahlt. „Damit ist ein Ausbau mitten durch Gladbeck die schlechteste Lösung überhaupt. Fließt doch der Verkehr seit der letzten Ertüchtigung der B224 durch zusätzliche Abbiegespuren und bessere Ampelschaltung meistens störungsfrei. Der Ausbau würde jahrelang Gladbeck mitsamt der umliegenden Region behindern und danach zu einem Mehraufkommen an LKW auf 445% führen.
Auch die Politiker in Gladbeck eierten herum: Wenn man hier wirklich einen durchgehenden, vollwertigen Tunnel haben wollen, wäre das schon längst im Bauausschuss oder im Stadtrat beschlossen worden: „Anträge dafür gab es genug, doch die bekamen keine Mehrheit.”
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