Terrorangst - Gladbecker können Tunesien-Reise stornieren

Blumen als Ausdruck der Trauer nach dem schrecklichen Attentat am Strand im tunesischen Sousse.
Blumen als Ausdruck der Trauer nach dem schrecklichen Attentat am Strand im tunesischen Sousse.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Reisebüros helfen Urlaubern weiter, die nach dem schrecklichen Ereignis nicht nach Nordafrika reisen möchten. Eine Umbuchung ist meist möglich.

Gladbeck.. Der schreckliche Terroranschlag im tunesischen Sousse beschäftigt aktuell auch die Gladbecker Reisebüros. „Jeden Tag rufen Kunden an und wollen wissen, ob sie ihren kurzfristig anstehenden Tunesienurlaub stornieren können, was das kostet und ob wir eine Ersatzreise anbieten können“, berichtet Helmgard Luth vom TUI-Reisecenter an der Horster Straße.

Terror Die Reiseverkehrskauffrau kann die aufgeregten Anrufer schnell beruhigen. „Alle großen Veranstalter haben die kostenlose Stornierungsmöglichkeit bis zum 31. Juli, einige sogar bis Mitte September eingeräumt.“

"Flugreisen in die Türkei oder nach Spanien"

Bislang sei es auch kurzfristig gelungen, alle stornierten Tunesien-Reisen umzubuchen, „mit Flugreisen in die Türkei oder nach Spanien“. Das bestätigt auch Markus Homey vom benachbarten DER Reisebüro, wobei Tunesien aufgrund der dortigen unruhigen politischen Lage nur noch etwa ein Prozent der im Büro gebuchten Reisen ausmache, „das wir als Destination, trotz günstiger Preise, so auch nicht offensiv beworben haben“.

Vor einigen Jahren habe der Tunesien-Anteil noch bei „etwa 10-15 Prozent der gebuchten Reisen gelegen“. Die Reisezurückhaltung betreffe aber insgesamt Nordafrika, „auch Marokko und Ägypten“.

Die Griechenland-Krise habe sich indes bislang nicht negativ ausgewirkt: „Da liegen uns keine Stornierungen vor, und Touristen erhalten weiterhin problemlos Bargeld an der Hotelrezeption.“