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Tenbusch kehrt heim

04.07.2012 | 15:18 Uhr
Tenbusch kehrt heim
Willkommen daheim: Ulrich Roland (links, in Gladbeck) gratuliert Wolfgang Tenbusch (rechts; in Gelsenkirchen) zur offiziellen Heimkehr. Foto: Jan Dinter

Gladbeck.   Eine Neu-Ansiedlung besonderer Art in Zweckel: Das traditionsreiche Unternehmen „Karosserie Tenbusch“ ist endlich ein echtes Gladbecker Unternehmen.

Es ist eine jener lokalen Geschichten, die eigentlich unglaublich sind. Denn: Seit 150 Jahren gibt es diese Firma, die gefühlt immer zu Gladbeck gehörte, aber stets in das Gelsenkirchener Gewerbe-Register eingetragen war. Die Stadtgrenze verläuft nämlich mitten übers Firmen-Areal an der Ecke Rottstraße/Im Winkel.

„Zuhause“ in Gelsenkirchen statt in Gladbeck, geht so etwas überhaupt? „Nein!“, sagte sich jetzt Firmenchef Wolfgang Tenbusch und beantragte die „Umsiedlung“ nach Gladbeck-Zweckel. Erfreulicherweise ging dieser bürokratische Prozess in wenigen Tagen über die Bühne.

Tenbusch ist jetzt also ein Gladbecker Unternehmen, das nun auch in Gladbeck seine Gewerbesteuer zahlt. „Wir haben unsere persönlichen und sozialen Lebensbezüge in Gladbeck“, sagt Wolfgang Tenbusch. „Da ist es doch nur folgerichtig, dass wir auch ein in Gladbeck eingetragenes Unternehmen sind.“

Vater Heinrich Tenbusch sieht das genauso. Der Senior, der den Betrieb von 1962 bis 1993 leitete, baut derzeit in seiner Werkstatt wieder den Schützenvogel für das Zweckeler Schützenfest, das in diesem Jahr im Zeichen des großen 100-Jahre-Vereinsjubiläums steht. Aus Pappelholz wird der Vogel erstellt, der jetzt noch zusammengebaut und gestrichen werden muss.

100 Jahre alte Gerätschaften in der Holzwerkstatt

Schützenvogel, 100 Jahre alte Gerätschaften in der Holzwerkstatt, ein Fachwerk-Wohnhaus aus dem Jahr 1839, uralte Stellmacher-Tradition - es ist ein Stück altes Gladbeck aus dem Bilderbuch, das sich auf dem Tenbusch-Gelände in Zweckel dem Betrachter präsentiert. Auch Bürgermeister Ulrich Roland staunte über diese besondere Firmenatmosphäre, als er am Mittwochvormittag zum Gratulieren an die Rottstraße kam. „Willkommen in Gladbeck“, rief er dem Firmenchef zu, der diesen Gruß aus dem Rathaus mit dem Lächeln des Heimkehrers entgegennahm .

Und wo ist hier genau die Stadtgrenze? Wolfgang Tenbusch zögert nicht lange und weist auf einen ganz bestimmten Bereich seines Grundstücks; dort, wo auch eine Sitzbank steht; ja, hier ist die Grenze! Für die WAZ zeichnet der Unternehmer den Verlauf sogar eigens mit Kreide nach. Ein Grenzgänger der besonderen Art.

1859 - 2012: „Wir begradigen heute eine über 150-jährige Firmengeschichte“, sagt der Bürgermeister, der Tenbusch-Dienste schon in den 70-er Jahren in Anspruch nahm. Tenbusch, Gladbeck, versteht sich.

Michael Bresgott

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2012-07-04 15:18
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