Süßes aus Kassenzonen verbannen

Quengelware? Nein danke: Ernährungsexpertin Nora Dittrich von der Verbraucherzentrale NRW setzt auf mehr Mitverantwortung des Lebensmittelhandels für Fehlernährung und Übergewicht bei Kindern.

1 Wird Süßes als Lockmittel missbraucht?

Süßigkeiten sollten kein Lockmittel an der Kasse sein, sollten dort verbannt werden. Süßes in diesen Ladenbereichen sind reine Impulsware. Die Kunden werden animiert, diese Dinge spontan und unüberlegt mit nach Hause zu nehmen. Wir Verbraucherschützer befürworten ein Verbot von Quengelware.

2 Was passiert an der Kasse?

Es wird mit Verkaufstricks gearbeitet. Diese sogenannte Quengelware liegt genau in Augenhöhe der Kinder. Also fangen die Kleinen an zu nörgeln, nerven ihre Eltern, bis diese dann Süßes kaufen, was sie gar nicht wollen. Das ist auch eine Zumutung für andere Kunden, die erleben das häufig lautstarke Theater an der Kasse mit. So erhöhen sich Wartezeiten, weil es beim Einkauf nicht voran geht.

3 Wie sollten Kassenbereich stattdessen gestaltet sein?

Süßwarenfreie Zonen wie Familienkassen entlasten gestresste Eltern. Eine klasse, gesunde Alternative für Süßes sind natürlich Obst und Nüsse. Dies macht übrigens der Discounter Lidl in Großbritannien konsequent. Er verzichtet dort an allen Kassen auf Quengelware, setzt auf Obst und Nüsse. Zudem geht es bei einem Süßigkeitenverbot auch um die Prävention von Übergewicht und ernährungsassoziierten Erkrankungen. Kurzum: Quengelware bringt den Käufern nichts außer Stress.