Streit um „Stadtallee“ geht unvermindert weiter
05.02.2012 | 16:59 Uhr 2012-02-05T16:59:00+0100
Gladbeck. Der politische Streit um die Verkehrsbelastung auf der künftigen „Stadtallee“ geht unvermindert weiter.
Die „Stadtallee“ ist bekanntlich jene Straßenverbidnung zwischen Schützenstraße und Graben-/Landstraße, die auf dem Tunnmeldach der A 52 entstehen soll, falls es zu einem Ausbau mit einem 1,5 km langen Tunnelbauwerk kommt.
Die Partei Die Linke meldete sich nun am Wochenende per Pressemitteilung zu Wort und verwies auf ein „bisher unbekanntes Gutachten der Ingenieurgesellschaft Stolz mbH aus dem Januar 2011“, das ihr nun vorliege. In dieser laut „Die Linke“ von Straßen.NRW in Auftrag gegebenen Untersuchung würden die künftigen Verkehrsströme bis zum Jahr 2025 sehr detailliert prognostiziert.
„Erschreckende Zahlen kommen da von fachkundiger Seite aufs Tapet“, meint der Gladbecker Die-Linke-Fraktionschef Olaf Jung. Die Gutachter würden unter anderem ausführen, dass die Verbindungsstraße zwischen der Schützenstraße und der Grabenstraße mit bis zu 15 200 Fahrzeugen pro Tag auf dem östlichen Abschnitt belastet werde; und diese Straße sei zudem in der Lage, zusätzliche Verkehre aufzunehmen, wenn entsprechende innerstädtische verkehrliche Maßnahmen (zum Beispiel zur Entlastung der Wilhelmstraße) ergriffen würden.
Die Partei Die Linke verweist in ihrer Mitteilung auf weitere Details aus diesem Gutachten, wobei es unter anderem um die Verkehrsströme aus dem Bereich Brauck in Richtung der neuen Stadtallee geht und auch um mögliche weitere Verkehrs-Verlagerungen im Stadtgebiet Gladbeck im Zuge des A-52-Ausbaus.
Kruse: „Stadtallee und Sportallee sind Worthülsen“
Die-Linke-Ratsmitglied Franz Kruse meint alles in allem mit Blick auf dieses Gutachten: „Die Zahlen über die Verkehrsströme beweisen, dass die Begriffe ,Stadtallee’ und ,Sportallee’ Worthülsen sind.“ Mit „gezielten Falschinformationen“, so Franz Kruse weiter, wolle man „verzweifelt“ eine Mehrheit für den Bau einer Transitautobahn durch Gladbeck „erschwindeln“.
Franz Kruse: „Diese dramatischen Verkehrszahlen findet man im Infopoint der Stadt bestimmt nicht. Das spricht Bände über die Glaubwürdigkeit der Informationen, die den Gladbecker Bürgern zugänglich gemacht werden. 15 200 Kfz pro Tag kann so manche Bundesstraße nicht aufweisen, aber in Gladbeck könnten es noch mehr werden, wenn durch verkehrsbeeinflussende Maßnahmen die Fahrzeuge von der Wilhelm- und Gartenstraße auch noch auf den Tunneldeckel verlagert werden.“
01:26
Zum IVV Gutachten ist leider die Kommentar funktion nicht aktiviert und da wirft sich die Frage auf,was soll das ??
Es wird gesagt das Gutachten wurde für Verhandlungen gebraucht hat aber keine Aussage.
Aber Hallo,was solle ich nun Verstehen,keine Aussage aber gegen ein anderes Gutachten mit konkreten Aussagen soll es doch bitte für voll genommen werden??
Leute,da nützen euch keine Profs und Doks was ihr macht ist eine Verarschung der Bürger,
15:18
klara930, sie haben alles aus diesem Gutachten richtig erkannt und ich kann ihnen nur zustimmen, dass der Pressesprecher H.Breßer-Barnebeck keinen Bezug zu diesem Gutachten genommen hat, weil es ja wie er sagt, nicht im Auftrag der Stadt Gladbeck angefertigt wurde. Hier treibt H.Breßer-Barnebeck ein Spiel mit dem Feuer, dass auch in die Hose gehen kann.
Wenn er sagt, dass Gutachten gehe nicht speziell auf Gladbecker Belange ein, dann hat er es wohl nicht richtig gelesen oder einfach ingnoriert.
Egal ob er nun das Gutachten gelesen hat oder nicht, frage ich H.Breßer-Banebeck, wie er genau zu der Sache, Linke Politiker der Unwahrheit bezichtigt. Fragen sie sich einmal selbst ob sie nicht der Lügner sind!!!!
Ich als Bürger habe mir meine Meinung, zu dieser durchsichtigen Darstellung von H.Breßer-Barnebeck gebildet und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass H. Breßer-Barnebeck sich mit dieser Darstellung selbst disqualifieziert hat. Mit solchen Intriegen und Machenschaften, kann man keine Bürger überzeugen und schon gar nicht zu einem Bürgerentscheid bewegen.
10:17
Habe mir mal das Gutachten angesehen und bin auf Seite 19 auf Zahlen gestoßen die mir die Sprache verschlagen !
1) Von Gelsenkirchen in Richtung Gladbeck steigt der Verkehr um ca. 81% an,das bedeutet in Zahlen auf über 75000 Autos pro Tag !!
2)Von der A2 richtung Essen steigt der Verkehr nur um 56% an,das bedeutet aber auch auf über 70000 Autos an Tag.
3) Die Stadtallee ist mit 15200 Autos am Tag dabei und kann bei bedarf noch mehr aufnehmen !!
Wenn ich diese Zahlen sehe ist mir vollkommen klar warum ein Bürgerendscheid herbeigeführt werden soll.
Der Bürger soll sich seinen Strick selber drehen und wenn in einigen Jahren das ganze dilemma zum vorschein kommt,wird ihm gesagt,Du wolltest doch die A52 !!
Und wenn der Presselü-ner der Stadt Gladbeck keinen Bezug vom Gutachten auf die Situation in Gladbeck sehen kann,tut mir Leid,dann ist er nicht fähig !!
19:22
Weil der Pressesprecher der Stadt nun fälschlicherweise behauptet, das Gutachten würde Gladbeck nicht umfassen, hier der Titel des Gutachtens und der Link zum Download.
Verkehrsuntersuchung für den Bau der A52
zwischen dem AK Essen-Nord und
der AS Gelsenkirchen-Buer-West
Fortschreibung auf den Zeithorizont 2025
Ingenieurgesellschaft Stolz mbH Januar 2011
Hier der Link als Kurz-URL: http://bit.ly/w1YWRj
17:54
Die Planskizze sieht doch toll aus. Rechts eine Person mit einem Kind auf den Schultern und ein Paar geht des Weges. In der Mitte dreht ein Radfahrer seine Runde und eine kleine Gruppe hält einen Plausch. Mit ein bißchen Fantasie könnte das auf der linken Seite ein Eis-oder Wurstverkäufer sein, und auch dort flanieren Menschen unter den grünen Bäumen. Es fahren nur hin und wieder ein paar kleine Autos daher, während die LKW und sonstige Kraftfahrzeuge, welche Lärm und Dreck verursachen, für alle Bürger unsichtbar im Tunnel versenkt werden. Oben auf der Stadtallee entsteht sozusagen ein kleines grünes Paradies mitten in der Stadt. Wer glaubt denn so einen Mist. Es wird dort hinterher mindestens genauso viel Verkehr sein, wie z.B auf der Grothusstraße in Gelsenkirchen. fiel mir mal gerade so ein, weil ich dort gewohnt habe. Auch über diese Straße gelangt man zur Autobahn. Und wer hier von einer grünen Allee mit halbwegs gesunder Luft träumt, der sollte mal mit den Fahrrad im Sommer über die Radwege der Grothusstraße, z.B. von Horst nach Gelsenkirchen- Mitte und wieder zurück fahren. Das ist so ungesund, daß man die Abgase nicht nur riechen,sondern auch schmecken kann. Das was dort entstehen soll, wird alles andere, aber bestimmt keine grüne Oase mitten in der Stadt, wo die Menschen verweilen und sich wohlfühlen. Wir werden mal wieder alle vera****t.
14:33
Da hier Zweifel an der Existenz des Gutachtens geäußert werden, habe ich es auf meiner Website und der Website der Gladbecker LINKEN zum Download gestellt. 6 MB, 59 Seiten.
13:45
Dieses Gutachten ist doch bestimmt im Informatiosbüro einzusehen,wenn nicht,sollte Mann oder Frau sich mal fragen warum nicht ??
13:06
Ich bin schon erstaunt, feststellen zu müssen, dass das Jahrhundertprojekt mit Lügen und Informationen die im Dunkeln bleiben sollen, dem Bürger zu einer positiven Entscheidung führen sollen.
Für mich ist das ein Skandal, wenn sich hier herrausstellt, dass das neue Gutachten der Ingenieurgesellschaft Stolz, dass von Strassen NRW im Auftrag gegeben wurde, wie das Gutachten IVV, wieder einmal der Öffentlichkeit verheimlicht werden sollte. Ich denke das an dem Gutachten ja wohl nichts zu rütteln ist.
H.Kruse von den Linken sprach vor nicht allzu langer Zeit, dass es zwischen der Verbindung Schützenstrasse und Grabenstrasse 8000 - 10000 Fahrzeugbewegungen geben wird.
Daraufhin wurde H.Kruse vom Pressesprecher der Unwahrheit bezichtigt, weil diese Zahlen durch kein Gutachten zu belegen sind. Herr Bürgermeister Roland sprach in diesem Zusammenhang von ca. 4000 Fahrzeuge. Nun sagt das Gutachten aus, dass 15200 Fahrzeuge den Beriech passieren werden und weiter hin in der Lage wäre noch weitere Fahrzeuge aufzunehmen, wenn die Umstände es verlangen. Bin gespannt wie die Anwohner auf diese Zahlen reagieren. 1 5 2 0 0 FAHRZEUGE
Ich sage nochmals, dass das nicht die versprochene offene und ehrliche Information gegenüber dem Bürger ist, und das ganze Projekt sich zu einer zusammengeschusterte Geschichte entwickelt, die man dem Bürger auch noch positiv verkaufen möchte.
Ich bleibe dabei, dass wenn dieses Gutachten sich als Wahrheit herausstellt und uns Bürgern dieses Gutachten wieder einmal vorenthalten werden sollte, dieses Jahrhundertwerk sich zu einem Skandal entwickelt.
So langsam wird mir auch bewusst, warum man unbedingt einen Bürgerentscheid haben wollte und der auch mit höchster Eile zur Abstimmung kommen soll. Und der Satz von H.Hübner wirkt sich immer mehr auffälliger aus, als er sagte, der Gladbecker Bürger ist jetzt der Entscheidungsträger. Schade das wir nicht die Entscheidungsträger sein dürfen und die 500€ im Monat für die Diätenerhöhung die H. Hübner ja so gerne haben möchte, abstimmen durften.
Das Schlimme an der Sache ist zudem, dass hier eine Demokratische Erungenschaft des Bürgerentscheids eingesetzt wird, der mit Intriegen und Machenschaften durchgeführt werden soll. Zu den Ratsmitgliedern der Linken kann ich nur sagen, bleibt weiter so wachsam und lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Ich glaube nämlich da kommt noch mehr zum Vorschein.