Streikende Erzieherinnen im Rathaus

Im Namen der mehr als einhundert Streikenden, die in Gladbeck in Kitas oder Sozialeinrichtungen beschäftigt sind, bat jetzt eine Delegation beim Besuch im Rathaus Bürgermeister Ulrich Roland um Unterstützung. Die Arbeitnehmervertreter überreichten einen Brief mit dem Appell, als erster Bürger der Stadt „uns weiterhin mit Worten und Taten in der Öffentlichkeit und Politik zur Seite zu stehen“.

Die Verwaltung habe sich den Leitsatz „Gladbeck, eine familienfreundliche Stadt“ auf die Fahne geschrieben. Dies umzusetzen, daran habe das pädagogische Personal der Stadt einen großen Anteil, heißt es in dem Schreiben. Tag für Tag erfülle man mit positiver Berufsauffassung und engagierter Arbeitskraft den gesetzlich geforderten Bildungsauftrag. Man bringe dazu viel persönliches Herzblut bei der aufopferungsvollen Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien ein, wobei nicht gerade wenige Überstunden in den Einrichtungen „stillschweigend Standard geworden“ seien. Man stehe in den Berufsanforderungen „in nichts den Grundschulpädagogen nach“ und fordere so mehr Anerkennung und tarifliche Aufwertung für die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst.