Stillgelegte Zechengleise - Verhandlungen über neue Nutzung

Schon im Oktober 2014 wurden die Gleise bei Ellinghorst abgebaut.
Schon im Oktober 2014 wurden die Gleise bei Ellinghorst abgebaut.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Was macht der Ruhri besonders gern? Richtig! Radeln auf alten Zechenbahntrassen. Vielleicht ist das ja bald auch in Gladbeck-Ellinghorst möglich.

Gladbeck..  Die Verhandlungen über eine Neunutzung der ehemaligen Zechenbahntrasse von Gladbeck-Ellinghorst in Richtung Bottrop laufen derzeit. Falls entsprechende Fördermittel bereitstünden, könnte die Trasse in absehbarer Zeit in den Besitz des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) übergehen und dann als regionaler Radweg genutzt werden.

Das berichtete RAG-Sprecher Christof Beike am Mittwoch auf Anfrage der WAZ. Natürlich müsse auch noch geprüft werden, ob solche eine Radweg-Trasse im Gesamtnetz der Region wirklich Sinne mache, aber grundsätzlich sei ein solches Projekt möglich, erläuterte Beike im WAZ-Gespräch. Die RAG hat die Gleise bis nach Bottrop in Höhe Prosperstraße bereits abgebaut; insofern liegen erste Voraussetzungen für eine Neunutzung der Verbindung bereits vor.

RAG-Sprecher Beike ergänzte, dass auch im Bereich des Bahnhofs Gladbeck West ein Teil des breiten Zechenbahn-Gleisfeldes abgebaut werde, da diese Gleise nicht mehr benötigt würden. Wie berichtet hat die RBH ihren Werktstattbetrieb an der Talstraße bereits eingestellt; gleichwohl werden dort auch weiterhin einige parallele Zechenbahngleise für den Rangierbetrieb benötigt.

Wenn es mit dem Radweg-Projekt in Richtung Bottrop klappt, könnten die Gladbecker irgendwann also auf schmucker und geradliniger Trasse in Richtung Ski-Halle radeln; ähnlich wie etwa auf der Erzbahntrasse oder auf der Zollverein-Trasse in den Nachbarstädten Gelsenkirchen und Essen.