Sternsinger sammelten in Gladbeck gut 40 000 Euro

Die Ellinghorster Sternsinger besuchten die Flüchtlinge, die in den Unterkünften an der Boye wohnen. Im Bild v.l.: Julian Grehl, Maja Braun, Gabrielea Taube, Jana Menningen, Charlotte Schobert, Jan Braun; im Hintergrund (v.l.) Julain Grehl, Mark und Christoph Günthör
Die Ellinghorster Sternsinger besuchten die Flüchtlinge, die in den Unterkünften an der Boye wohnen. Im Bild v.l.: Julian Grehl, Maja Braun, Gabrielea Taube, Jana Menningen, Charlotte Schobert, Jan Braun; im Hintergrund (v.l.) Julain Grehl, Mark und Christoph Günthör
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Gladbecker empfingen die kleinen Könige mit offenen Armen und zückten bereitwillig die Geldbörsen. Mehr als 200 Kinder mit Begleitung waren unterwegs.

Gladbeck..  Das diesjährige Dreikönigssingen ist gelaufen. Kleine gekrönte Häupter brachten den Menschen in den vergangenen Tagen im gesamten Stadtgebiet den Segen „Christus mansionem benedicat“ – zu Deutsch: „Christus segne dieses Haus!“ – und baten um eine Gabe für ihre Sammelbüchsen. Viele Gladbecker griffen bereitwillig in ihr Portemonnaie, um die Aktion, und damit Hilfsprojekte, zu unterstützen. „Mehr als 40 000 Euro sind für Kinder in der Dritten Welt zusammengekommen“, verkündete Pastor Andreas Lamm, Jugendbeauftragter der Propsteipfarrei Sankt Lamberti, gestern auf Anfrage der WAZ. Die Spenden sind dieses Mal schwerpunktmäßig für Kinder auf den Philippinen bestimmt. Im Fokus: Mädchen und Jungen, die unter Mangel- und Unterernährung leiden.

Berührende Begegnung

Das Resultat zeigt laut Lamm: „Die Spendenbereitschaft ist nicht rückläufig.“ Mehr als 200 Mädchen und Jungen waren in Gladbeck als kleine Könige mit ihren Begleitungen unterwegs. Allein in der Stadtmitte und in Ellinghorst seien knapp 100 Akteure durch die Straßen gelaufen, berichtet Christiane Günthör, eine der Organisatorinnen. Drei anstrengende Tage haben die Sternsinger hinter sich. Doch wie sagte Propst André Müller einmal: „Es lohnt sich.“

Lamms Dankeschön gilt den kleinen Königen und ihrem „Hofstaat“, die Geld gesammelt haben, und all jenen, die Münzen und Scheine gegeben haben. Mit offenen Armen seien die Sternsinger-Gruppen aufgenommen worden. Christiane Günthör weiß von einer sehr anrührenden Begegnung zu berichten:

Die Ellinghorster Sternsinger statteten auch den Flüchtlingen in den Unterkünften an der Boye einen Besuch ab, die letzte Station am Samstag. Dorthin „hatten wir keine Spendendosen mitgenommen. Wir brachten nur den Segen und sangen vor jedem Haus unser Sternsingerlied“, berichtet Günthör. Die Leckereien, die die jungen Könige an diesem Nachmittag erhalten hatten, schenkten sie den Flüchtlingen – „und tatsächlich gab uns ein Mann dort noch ein paar Cent . . . unglaublich . . . die, die kaum etwas haben, gaben uns noch etwas“.

Mit viel Wohlwollen seien die Gladbecker den Sternsingern begegnet. Lamm findet: „Am schönsten ist es immer wieder, wie sehr sich die Menschen auf die Sternsinger freuen. Gerade Menschen, die am gesellschaftlichen Leben im Alltag sonst nicht so teilhaben können“ – also beispielsweise Bewohner in Alterheimen oder Bettlägerige. Ebenfalls positiv: interkulturelle Begegnungen. Pastor Lamm: „Auch muslimische Bürger haben die Aktion mit einer Spende unterstützt.“