Sternekoch spendet für Absturzopfer

Das schreckliche Flugzeugunglück, bei dem auch Halterner Schüler und Lehrerinnen ums Leben kamen, hat viele Menschen im Kreis Recklinghausen zutiefst erschüttert. Auch David Spickermann, gebürtiger Gladbecker und Sternekoch in Dorsten (Goldener Anker), hat das Ereignis sehr betroffen gemacht. Er zeigt seine Anteilnahme am Schicksal der Familien auf seine Weise: Das für Dienstagabend geplante große Charity-Essen, die Premiere eines unter dem Titel „solidarisch-kulinarisch“ gestarteten Projekts, wurde kurzerhand in eine Benefiz-Aktion für die Absturzopfer und ihre Angehörigen umgewandelt.

40 Gäste nahmen an dem Essen in der „Airbase“, dem vom Spickerman im Sommer 2014 eröffneten Diner- und Eventrestaurant am Dorstener Segelflugplatz, teil. Geladen hatte der kreative Koch sie zu einer kulinarischen Weltreise, ein Sechs-Gänge-Menü internationaler Art. Er selbst bereitete das Menü gratis zu, 30 Prozent der Einnahmen sollten dem sozialen Zweck gespendet werden. Das wäre eigentlich der Luftsportverein gewesen, doch keiner der Feinschmecker hatte etwas dagegen, einen Beitrag für die Leidtragenden der Flugzeugkatastrophe zu geben. Die 1500 Euro, die am Ende als Erlös blieben, will Spickermann nun den Opfern und ihren Familien spenden. „Vielleicht wird ein Hinterbliebenen-Fonds eingerichtet“, erklärte er am WAZ-Telefon.

Jurymitglied für WAZ-Serie

David Spickermann, der mittlerweile in Dorsten wohnt, fühlt sich seiner Heimatstadt Gladbeck weiterhin verbunden. Und sagte daher spontan zu, für die WAZ-Serie „Das isst der Pott“ als Jurymitglied bei der Auswahl der vorzustellenden Rezepte, die unsere Leser zugeschickt haben, mitzumachen.

Wie berichtet, stellt die WAZ die ausgewählten alltagstauglichen Gerichte der Gladbecker vor, besucht sie in ihrer Küche und lässt am Ende die Leser in einer revierweiten Abstimmung über das beste Rezept abstimmen.