Stellenabbau bei Coca-Cola

Herten..  Die Betriebsräte der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE) wollen den Verlust von fast 500 Stellen in der Region nicht hinnehmen. Gestern Nachmittag legten sie dem CCE-Vorstand ein Konzept für Beschäftigungssicherung vor, das über 200 der bedrohten Jobs retten soll. Mitte Mai hatte Coca-Cola wie berichtet angekündigt, die Produktion in Soest, Osnabrück und am 31. August auch in Herten stillzulegen. Der Vertrieb in Rheine und Haselünne soll geschlossen, der Logistikstandort Dorsten nach Herten verlegt werden. Der Hauptsitz in der Region soll in Herten bleiben. Hier arbeiten aktuell noch über 370 Beschäftigte.

Verhandlungen bis Mitte Juli

„Für uns ist es widersinnig, mit der Produktion in Herten einen Standort im Zentrum des größten Ballungsraums Europas, dem Ruhrgebiet, aufzugeben“, sagt Wilfried Kirchner, Betriebsratsvorsitzender in Herten. Mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NNG) sowie der Betriebsräteberatung bsb und SCI aus Köln habe man daher ein Konzept entwickelt, dass die Produktion in Herten erhalten würde. Bis Mitte Juli wollen die Arbeitnehmer und die NGG nun mit Coca-Cola über ihren Vorschlag verhandeln.