Städtische Kitas und Freizeittreffs geschlossen

Alle städtischen Kindertagesstätten sowie die Freizeittreffs Karo und Brauck bleiben heute geschlossen, auch die sozialen Dienste der Stadt arbeiten eingeschränkt, da die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten erneut zu einem Warnstreik aufgerufen hat. Zentraler Kundgebungsort ist diesmal in Dortmund, die Busse fahren morgens um 9 Uhr am Willy-Brandt-Platz ab.

Bertram Polenz, Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung und Vorsitzender Fachbereich Gemeinden bei ver.di, rechnet damit, dass wie an den vergangenen beiden Streiktagen erneut 90 bis 100 Beschäftigte im Ausstand sein werden. Mit dem Warnstreik soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, auf die Forderungen der Gewerkschaft nach einer Neuregelung der Eingruppierung für Beschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst einzugehen. Diese Veränderung würde zu Einkommensverbesserungen bis zu zehn Prozent führen. Unterstützt fühlt sich die Gewerkschaft in ihrer Forderung auch durch die jüngsten Äußerungen von Familienministerin Manuela Schwesig, die sich für eine Angleichung der ErzieherInnengehälter an die Einkommen von Grundschullehrern ausspricht, so Bertram Polenz.

Die nächste Verhandlungsrunde ist am Donnerstag, alle vorherigen sind bislang ohne Ergebnis vertagt worden. „Trotz klarer Signale der Beschäftigten, die sich mit Warnstreiks für ihre Forderung nach deutlicher Verbesserung der Eingruppierung eingesetzt haben, legten die kommunalen Arbeitgeber noch immer kein Angebot auf den Tisch“, so ver.di-Geschäftsführerin Martina Steinwerth (Bezirk Emscher-Lippe-Süd). Dabei leisteten Zigtausende ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen jeden Tag engagierte und professionelle Arbeit. Sie hätten sich den gestiegenen Anforderungen durch kontinuierliche Qualifizierung angepasst, tariflich bewertet werde ihre Arbeit jedoch mit einem Maßstab aus 1991. Das entspreche nicht der Bedeutung und dem Wert ihrer Tätigkeit, kritisiert die Gewerkschaft. „Wir brauchen in unserer Gesellschaft eine breite Debatte über den Wert sozialer Arbeit und früher Bildung“, fordert Thomas Czaykowski (ver.di Bezirksvorsitzender).