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Stadtteileltern können starten

30.05.2012 | 18:43 Uhr
Stadtteileltern können starten
Die zukünftigen Stadtteileltern erhalten im Gemeindehaus an der Petruskirche ihre Zertifikate. Nazikar Turgut, Havva Demircan, Andrea Mathiak, Nilüfer Akcay, Sedef Karadas, Cemile Kaynar und Ismail Gedik zusammen mit Bürgermeister Ulrich Roland bei der Übergabe. Foto: Dirk Bauer, WAZ FotoPool

Gladbeck. Jetzt kann es losgehen: Sechs Stadtteilmütter und ein -vater haben ihre theoretische Schulung hinter sich und nehmen jetzt die praktische Arbeit in Brauck auf – als Kümmerer, Vermittler, Ansprechpartner.

Vier Monate haben sie sie sich auf diese Aufgabe an jeweils zwei Vormittagen in der Woche im Gemeindehaus an der Vehrenberg-straße vorbereiten lassen. Renate Philipp, ehemalige Rektorin der Uhlandschule, hat diese Aufgabe ehrenamtlich übernommen, mit den künftigen Stadtteileltern zum Beispiel über die Entwicklung von Kindern in verschiedenen Lebensphasen gesprochen, über Fördermöglichkeiten und sinnvolle Beschäftigungen. Sie haben verschiedene Einrichtungen und Beratungsstellen in der Stadt besucht, Kooperationspartner kennengelernt, Gesprächsführung geübt . . . Künftig werden die Stadtteileltern all diese Informationen weitergeben an Familien, die Hilfe suchen oder brauchen, aber nicht recht wissen, wo sie sie finden können. Dafür wünschte ihnen Bürgermeister Ulrich Roland, der ihnen die Zertifikate und dicke Taschen mit Informationsmaterial überreichte, „offene Ohren und offene Türen“, Renate Philipp attestierte ihnen „Mut, Anstrengungsbereitschaft und Liebe zu den Menschen“.

Ismail Gedik ist der einzige Mann in der Gruppe. Seit Jahren arbeitet er ehrenamtlich im Moscheeverein Ditib an der Wielandstraße, kennt viele Familien, weiß aber auch, dass manche Menschen mit Migrationshintergrund eher zurückgezogen leben. Zugang zu ihnen zu bekommen, ist ihm ein besonderes Anliegen.

„Die Freude zu helfen“ hat Andrea Mathiak motiviert, sich zur Stadtteilmutter ausbilden zu lassen. Die 49-Jährige hat über das Mädchenzentrum Brauck Kontakt zu türkischstämmigen Familien bzw. Frauen gefunden und wird auch heute schon häufig um Rat gefragt. Jetzt wird sie sachkundiger Auskunft geben können, will Familien mit Problemen kompetente Ansprechpartner vermitteln, sie auf Wunsch auch begleiten. Eines aber will sie nicht: sich aufdrängen. „Ich gehe, wenn ich gerufen werde.“

Das Team wird komplettiert durch Nazigar Turgut, Havva Demircan, Nilüfer AlCay, Sedef Karadas und Cemile Kaynar. Sie alle verbindet der Wunsch, einen Beitrag zur Integration zu leisten, und vor allem, Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern zu verbessern.

Elke Hautmann



Kommentare
31.05.2012
12:23
Stadtteileltern können starten
von fritzi63 | #2

Meines Erachtens kommt es eher darauf an, was im Kopf drin ist, statt auf das, was drauf ist. Ich jedenfalls finde so ein ehrenamtliches Engagement toll - ob mit oder ohne Kopftuch.

31.05.2012
10:07
Stadtteileltern können starten
von captainkawa | #1

Gute Sache. Viel Glück und Erfolg!

Apropro Integration: Die abgebildeten Kopftücher dürften einer Integration eher hinderlich sein ....

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