Stadt will Kulturrucksack 2015 packen

Nach den Landesprogrammen wie „Jedem Kind sein Instrument“ und „Kulturstrolche“ hat sich die Stadt Gladbeck im August vergangenen Jahres für den „Kulturrucksack 2015“ beworben. Die Bezirksregierung Münster hat für das Angebot Zuwendungen bewilligt. 4,40 Euro pro Kind zwischen zehn und 14 Jahren stellt das Land zur Verfügung. Für Gladbeck sind das 16 891 Euro. Dazu kommen laut Stadtverwaltung 20 Prozent, die als Eigenanteil nachzuweisen sind.

Den „Kulturrucksack“ will die Stadtverwaltung in der Sitzung des Kulturausschusses am Montag, 20. April, vorstellen. Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport hat das Programm initiiert, um das kulturelle Bildungsangebote speziell für Mädchen und Jungen an außerschulischen Lernorten zu fördern. Alle Angebote sollten für die Teilnehmer möglichst kostenfrei bzw. deutlich kostenreduziert sein.

Die Stadt möchte mit dem „Kulturrucksack“ schwerpunktmäßig drei Ziele verfolgen, die sich ergänzen sollen. Erstens will sie „Zugangsmöglichkeiten schaffen, um so alle Kinder – unabhängig von ihrem sozial/ökonomischen Hintergrund – zu erreichen.“ Das bedeute eine verstärkte Kooperation mit Freizeiteinrichtungen in den Stadtteilen und Schulen im Ganztag.

Ein weiteres Ziel: „Die Kulturin­stitute erhalten die Möglichkeit, eine Art ,Folgeangebot’ für die ,Kulturstrolche’ im außerschulischen Bereich zu entwickeln.“ Zu den Einrichtungen, die stärker eingebunden werden sollen, zählen die Musikschule, Jugendkunstschule, Stadtbücherei, Museum, Archiv, Stadthalle und Volkshochschule.

Und drittens sollen kommunale Netzwerke geschaffen und gestärkt werden. Die Stadt strebt Kooperationen zwischen Partnern aus Kultur und Jugendarbeit an.

Zu den geplanten Angeboten des „Kulturrucksacks 2015“ zählen Schnupperworkshops der Jugendkunstschule in den Sommerferien. Auf dem Programm stehen unter anderem Acrylmalerei, Airbrush, die Arbeit in einer Tonwerkstatt und T-Shirt-Gestaltung. Im Freizeittreff Rentfort ist in den Herbstferien die „Rapschool NRW“ zu Gast. Die Teilnehmer produzieren einen Song und ein Musikvideo dazu.