Stadt will Anrainern zur Seite stehen
21.02.2012 | 19:53 Uhr 2012-02-21T19:53:00+0100
Gladbeck. Zuversicht und Skepsis hielten sich die Waage bei der rund zweistündigen Diskussion des Regionalforums der IGBCE zum Thema A 52, bei der Bürgermeister Ulrich Roland erneut Rede und Antwort zum Ausbau der B 224 stand.
Walter Hüßhoff, Sprecher des Regionalforums, begrüßte rund 80 Gäste im Ratssaal des Rathauses, darunter viele Anwohner der künftig möglichen Autobahntrasse. Das Infotreffen sei ein Beitrag, um kenntnisreich mitreden zu können. Der Ratsbürgerentscheid zur A 52 am 25. März sei ein Stück „erlebbarer Demokratie“, das jeder ergreifen sollte, so Hüßhoff, der empfahl, an der Abstimmung teilzunehmen.
Bürgermeister Roland zeigte Verständnis für die Sorgen der Anrainer, insbesondere für die Brokamp-Siedler. „Ihnen wird mehr abverlangt, als von anderen, Sie haben das Recht, mehr Fragezeichen zu setzen“, so das Stadtoberhaupt. Roland sagte aber auch, die Stadt sichere den Siedlern ihren Beistand bei, „Sie sind nicht allein.“ Seiner Einschätzung nach werde sich aber - trotz der großen Sorgen - auch in der Brokamp-Siedlung die Lebensqualität durch den Ausbau verbessern.
Auch Hausbesitzern, die möglicherweise ihr Eigentum verlieren könnten, stünde die Stadt zur Seite. „Da wird alles sauber ablaufen, es gibt ein Entschädigungsrecht, wenn es soweit kommt, dann muss es für beide, Hauseigentümer und Bund, zu einer Win-win-situation kommen.“
Auf Nachfrage aus dem Publikum sagte der Bürgermeister, dass das Abtragen der Halden nur dann erfolge, wenn der A-52-Ausbau kommt. Dann sei die Halde als Lärmschutz aber auch nicht mehr nötig. Der Festplatz, so Roland auf weitere Zuhörerfrage, werde dann in die Neuplanung einfließen.
Auf Nachfrage von Moderator Hüßhoff sagte Roland, dass es weder Geheimpläne noch unterdrückte Gutachten im Rathaus gebe. Details würden ohnehin erst geplant. Der Flüsterasphalt auf A 52 und A 2 müsse nach zehn Jahren erneuert werden, erläuterte Roland auf Bitten eines Zuhörers. „Der Bund hat diese Erneuerung zugesagt.“
Verkehrsplaner Thomas Ide betonte, die oft genannten Verkehrsspitzenwerte von 70 000 Kfz auf der A 52 würden nur gelten bei einem Bau der A 52 auch durch Essen hindurch. Eine Planung der Autobahn rings um Gladbeck herum sei genauso undenkbar wie die Forderung, den Verkehr auf der B 224 flüssiger zu machen, was aus dem Publikum angeregt wurde. Auch Verkehrsleitplanung stoße an Grenzen bei individueller Fahrweise.
15:19
"Der Flüsterasphalt auf A 52 und A 2 müsse nach zehn Jahren erneuert werden, erläuterte Roland auf Bitten eines Zuhörers."
Das heißt also aller zehn Jahre erneut Baustelle?
Ganz ehrlich, statt Unmengen Geld in mehr und größere Autobahnen zu stecken, sollte besser in einen attraktiven ÖPNV investiert werden.
09:06
Herr Ide,hören Sie Ihrem Bürgermeister eigentlich nicht zu???????
Er hat auf der WAZ-Veranstaltung ganz klar gesagt das es sich um eine Transitautobahn handelt,die durch Essen führt und somit ist mit 80 000 Fahrzeugen am Tag zu rechnen,tendens steigend.
Meinen Sie im ernst,der Bund nimmt zig Millionen von Euronen in die Hand um den Stau aus Gladbeck vor die Tore von Essen zu verlagern ??
Das linke an der Sache ist ja,das der Bürger von Gladbeck mit der Zustimmung zum Tunnel die gesamte Ausbaukette für die A52 in bewegung setzt !! und wir uns in unseren Nachbarstädte mit Sicherheit keine Freunde machen !!
21:34
Es ist ja schon einmal bemerkenswert, dass Herr Ide darauf hingewiesen hat, dass bei fertigstellung der A52 bis zu 70000 Fahrzeuge diese Autobahn passieren. Vieleicht hätte H.Ide den 80 Gästen auch einmal erklären sollen, warum für die jetzige Bundesstrasse 224, die ab August eingeführte Mautgebühr für LKW nicht vorgesehen ist., oder zumindest bis zum eventuellen Baubeginn eingeführt wird. Aber wahrscheinlich ist so eine Information nicht gewollt, solch ein Vorhaben könnte ja vieleicht für die Anwohner, zumindest für eine gewisse Zeit zu einer Lärmminderung führen.
Wahrscheinlich wird eine LKW-Maut zu weniger LKW-Verkehr führen. Deshalb unterstelle ich den "Oberen", dass sie diese Möglichkeit von vornherein ausschließen möchten. Es wird immer wieder mit den unendlichen Staus auf Gladbecker Gebiet argumentiert, die eine Transitautobahn mitten durch unsere Stadt nötig machen.
Da wollen sich wohl welche profilieren !
Und hinterher ists keiner gewesen.