Stadt und Politik in Gladbeck sparen 5000 Euro beim Papier

Die Nutzung von Tablets durch die Politik  reduziert den Verbrauch von Papier in der städtischen Druckerei.
Die Nutzung von Tablets durch die Politik reduziert den Verbrauch von Papier in der städtischen Druckerei.
Foto: Thomas Goedde
Was wir bereits wissen
  • Für Rats- und Ausschussvorlagen lag Papierverbrauch vor fünf Jahren bei 475 000 Blatt
  • Nach Kommunalwahl vor zwei Jahren sind viele Politiker aber aufs Tablet umgestiegen
  • Auch unter den sachkundigen Bürgern gibt es mittlerweile viele Papier-Sparer

Gladbeck..  Unter die Top Ten der „recyclingpapierfreundlichsten Städte“ hat es Gladbeck diesmal nicht gebracht. Und doch tut sich etwas in den Druckern der Stadtverwaltung, wenn man die Änderungen im Papierverbrauch betrachtet.

475 000 Blatt Papier wurden im Jahr 2011 gebraucht, um Vorlagen für Rat und Ausschüsse zu drucken. „Das ist schon eine lange Autobahn“, sagt Michael Berger, Leiter der Geschäftsstelle Rat und Bürger.

Diese Autobahn ist seitdem immer kürzer geworden. Seit der Kommunalwahl vor zwei Jahren haben sich 38 von 46 Ratsmitgliedern entschieden, statt Papiervorlagen künftig einen Tabletcomputer mit in die Sitzungen zu nehmen.

Gedruckte Dokumente gibt es nur noch auf Umweltpapier

Für sie wird kein Papier mehr bedruckt. Auch unter den sachkundigen Bürgern gibt es Papiersparer: 27 von 82 bereiten sich per elektronischer Unterlage vor. Alle anderen bekommen ihre Dokumente wie gehabt – klima- und kostenfreundlich auf Umweltpapier. Wie viele Blätter in den vergangenen zwei Jahren so eingespart wurden, ist allerdings nicht dokumentiert.

Der Verzicht auf Gedrucktes sei freiwillig, betont Berger, und doch ist der Wechsel auf elektronische Vorlagen Teil des Haushaltssanierungsplans. 5000 Euro soll die Stadtverwaltung auf diesem Weg einsparen. Dazu müssen auch die städtischen Mitarbeiter ihren Teil beitragen. Nur noch die Dezernenten bekommen Ausschussvorlagen in Druckform.

Viele Vorlagen sind öffentlich und im Internet zu finden

Und was, wenn die Kollegen ihre Dokumente herunterladen und dann ausdrucken? „Das sollten sie besser lassen“, sagt Berger. Übrigens: Viele Vorlagen sind im Internet öffentlich im Ratsinformationssystem auf www.gladbeck.de unter dem Menüpunkt Politik/Rat.