Stadt plant zwei KiTa-Neubauten

Die im März 1997 in ehemaligen Mietwohnungen eröffnete KiTa „Oase“ soll  in einen Neubau umziehen, der bis zum Juni 2017 entstehen soll.
Die im März 1997 in ehemaligen Mietwohnungen eröffnete KiTa „Oase“ soll in einen Neubau umziehen, der bis zum Juni 2017 entstehen soll.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Einrichtungen sollen in Modularbauweise neben der Christuskirche in Stadtmitte und auf der Freifläche an der Glatzer Straße in Butendorf entstehen.

Gladbeck..  Neben den Millionenprojekten für den Neubau des Heisenberg-Gymnasiums und dem Ausbau der Jordan-Mai-Förderschule plant die Stadt weitere Investitionen in die Gladbecker Bildungslandschaft: Zwei KiTa-Neubauten für jeweils 2,1 Millionen Euro sollen relativ kurzfristig in Stadtmitte und Butendorf entstehen.

Neubau auf Ex-Bauspielplatz

Beide Einrichtungen sind in Modularbauweise geplant. Die neue Kita in Butendorf soll als Ersatzbau für die stark nachgefragte zweizügige Kindertageseinrichtung „Oase“ dienen, die der Sozialdienst katholische Frauen e.V. hier seit 1997 in ehemaligen und umgebauten städtischen Mietwohnungen an der Waldenburger Straße betreibt. Ursprünglich sollte hier ein barrierefreier Anbau für U 3-Kinder entstehen, der mit geschätzten Kosten von 838 000 Euro aber letztlich als nicht verhältnismäßig verworfen wurde. Die neue Kita bietet nun allen vier Gruppen, darunter zehn U3-Kinder, moderne bauliche Standards und soll unweit der Alteinrichtung auf dem 3140 qm großen Gelände des ehemaligen Bauspielplatzes an der Görlitzer-/Glatzer Straße entstehen. Im Haushalt 2016 sind dafür 1,9 Millionen Euro angemeldet. Die restlichen Mittel sollen über das Investitionsprogramm des Bundes fließen. „Wobei wir mit einer Förderung von rund 18 000 Euro pro Kitaplatz rechnen“, so Michael Freudiger vom Amt für Jugend und Familie. Bedingung dabei: Die neue KiTa muss bis zum 30. Juni 2017 fertig sein.

Der zweite KiTa-Neubau hat unmittelbare Auswirkungen auf die evangelische KiTa-Landschaft in Stadtmitte. Denn der Modularbau ist neben der Christuskirche für bis zu vier Gruppen mit integrativem Charakter geplant und soll die bestehenden evangelischen Ein-Gruppen-Kindergärten „Regenbogen“ (Bonhoeffer-Haus), „Christuskirche“ (Humboldtstraße) und „Sonnenschein“ (Uhlandschule) ersetzen. Bislang wurden sieben Kinder mit Behinderung an der Postallee betreut. Die kleinen Einrichtungen sind in der Regel durch die Kinderpauschalen nicht mehr auskömmlich zu finanzieren.

Die Stadt ist nach Verhandlungen mit der Ev.-Lutherischen-Kirchengemeinde bereit, den Neubau direkt neben der Christuskirche zu finanzieren. Daran ist die Bedingung geknüpft, dass die Kirchengemeinde Überlegungen, den Lukas-Kindergarten in Butendorf zu schließen, fallen lässt. Die Investition der Stadt auf fremdem (Kirchen)grund soll über einen Vertrag mit der Gemeinde flankiert werden, der den Betrieb der Kindertageseinrichtung neben der Christuskirche durch den Träger für mindestens 20 Jahre garantiert.

Der Jugendhilfeausschuss wird sich mit dem Thema in öffentlicher Sitzung am Dienstag, 9. Juni, ab 16 Uhr im Ratssaal befassen.