Stadt Gladbeck verbraucht immer weniger Energie

Das 1967 erbaute Hallenbad verbraucht überdurchschnittlich viel Energie, aber deutlich weniger Wasser als vergleichbare Gebäude.
Das 1967 erbaute Hallenbad verbraucht überdurchschnittlich viel Energie, aber deutlich weniger Wasser als vergleichbare Gebäude.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Gladbeck hat seit 1978 den Energieverbrauch mehr als halbiert. Auch Wasser- und Stromverbrauch sanken deutlich , wie der Energiebericht 2014 verrät.

Gladbeck..  Die Stadt Gladbeck hat auch im Jahr 2013 ihren Heizenergieverbrauch weiter gesenkt und damit den seit 35 Jahren eingeschlagenen Kurs fortgesetzt: Im Vergleich zu 2012 wurden 963 MWh (3,69 Prozent) weniger Heizenergie verbraucht. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von 60 bis 70 Einfamilienhäusern.

Noch deutlicher drückt sich das in Euro und Cent aus: 13,07 Prozent musste die Stadt für die Beheizung der 38 größten Gebäude (mehr als 1000 qm Fläche) weniger ausgeben. Mit 1,62 Millionen Euro wurden 2013 insgesamt 243 047 Euro weniger bezahlt. Es wirkten sich in dem Jahr, heißt es im vorgelegten Energiebericht 2014, präventive Maßnahmen und Änderungen des Nutzerverhaltens aus. In den letzten 35 Jahren senkte die Stadt ihren Heizenergieverbrauch um 52,9 Prozent.

„Das ist eine einzige Erfolgsgeschichte“, hieß es im Umweltausschuss. Die Zahlen seien das Ergebnis konsequenter jahrelanger Investitonen in energetische Maßnahmen und der Umstellung von Öl- und Nachtspeicherstromanlagen zu Fernwärme- und Gasversorgung. Umweltschutzbeauftragter Dr. Dieter Briese wies auch darauf hin, dass als Folge des ständig sinkenden Energieverbrauchs zu Heizzwecken die Kohlendioxid-Emissionen ebenso beträchtlich reduziert wurden – um fast 60 Prozent.

Im Gegensatz zur Heizernergie ist der Stromverbrauch im Jahr 2014 leicht gestiegen, um 0,79 Prozent. An Kosten bedeutete das sogar ein Plus von 12,9 Prozent. Knapp 963 000 Euro musste die Verwaltung für Strom berappen. Als Grund dafür nennt Briese eine deutlich intensivere Nutzung der Gebäude, etwa durch Ganztagsbetreuung an Schulen. Das ist auch der Grund für den gestiegenen Wasserbrauch, der um 8,4 % stieg auf knapp 87 400 Kubikmeter. Fast 170 000 Euro musste die Stadt dafür aufwenden, das sind 3,6 Prozent mehr als im Jahr 2012. Allerdings: Im langjährigen Vergleich, so der Energiebericht, sanken aber sowohl Strom- als auch Wasserverbrauch. An Strom verbraucht die Stadt in ihren Gebäuden seit 1996 exakt 32 Prozent weniger, an Wasser sogar 59,4 Prozent, betont Briese.

Inzwischen verfügt die Stadt laut Energiebericht über 21 Fotovoltaikanlagen auf den Dächern städtischer Gebäude. 2013 erzeugten die Anlagen 1418 MWh regenerative Energie. Stolz ist das Umweltreferat im Rathaus über den 3. Platz, den die Stadt beim bundesweiten Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2014“ erreichte. Die 30 000 Euro Preisgeld wird die Stadt in weitere Klimaschutzprojekt investieren, so Briese.