Stadt Gladbeck stellt 13 Azubis ein
03.08.2010 | 16:33 Uhr 2010-08-03T16:33:00+0200
Gladbeck.Christopher Jungnickel kann stolz auf sich sein. Unter 500 Bewerbern hat der junge Mann einen der begehrten Ausbildungsplätze bei der Stadt Gladbeck ergattert – als Gärtner.
„Seit drei Tagen bin ich dabei“, freut sich Christopher, „und meine neuen Kollegen sind alle total nett.“ Unkraut jäten und Pflanzen stutzen gehört bislang zu seinen Pflichten als junger Azubi. „Doch dies ist ja erst der Beginn meiner Ausbildung“, meint der 21-Jährige, „da werden bald noch größere Aufgaben auf mich zukommen.“
Zusammen mit Christopher haben zu Beginn des Monats neun weitere junge Schulabgänger mit einer Ausbildung bei der Stadtverwaltung begonnen. Drei weitere Azubi folgen am 1. September. Bei einer kleinen Feierstunde im Rathaus sind sie am Dienstagvormittag vom Ersten Beigeordneten Rainer Weichelt begrüßt worden: „Dies ist ein wichtiger Schritt für die jungen Menschen und natürlich auch ein wichtiger Schritt für uns“, sagt er.
Die 13 Azubis, die bei der Stadtverwaltung anfangen, haben ein aufwändiges Auswahlverfahren hinter sich. Aus 500 Bewerbern wurden sie ausgewählt: „Dafür haben wir sogar die Stadthalle angemietet“, so Ausbildungsleiter Mirco Kipar. Kniffelige Tests und Bewerbungsgespräche mussten sie meistern. Die Ausbildungsberufe sind unterschiedlich: So haben u.a. drei Sekretär-Anwärter, ein Bauzeichner und ein Kfz-Mechatroniker mit der Ausbildung begonnen.
Soziale Verpflichtung
Denn dass die Stadt angesichts klammer Kassen weiterhin junge Leute einstellt, sei keinesfalls selbstverständlich, so Weichelt. „Wir bilden nach wie vor über unseren Bedarf hinaus aus“, sagt er, „weil wir uns der Verantwortung gerade für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt stellen.“ Nur wer eine gute Ausbildung genossen habe, könne halbwegs sicher sein, später auch im Berufsleben Tritt zu fassen. „Dies ist unsere soziale Verpflichtung.“
Allein: Am Ende der Ausbildungszeit wartet nicht mehr auf jeden Lehrling eine Chance auf Übernahme in einen festen Job. „Es gibt in der Stadtverwaltung keine Arbeitsplatzgarantie“, merkt Weichelt an. Nach drei Jahren Ausbildungszeit müsse man schauen, wie sich die Stellensituation entwickelt habe. Doch Weichelt macht den Auszubildenden ein wenig Mut: „Wir wünschen uns natürlich, dass Sie unserem Haus erhalten bleiben.“
Drei spannende Jahre
Doch nicht mehr jede Stadtverwaltung könne sich Azubis überhaupt noch leisten. So soll etwa die Stadt Oberhausen ihre Plätze wegen Finanzarmut bereits gestrichen haben, berichtet Rainer Weichelt – und dies stimmt den Ersten Beigeordneten zornig: „Die Städte haben eine gesellschaftliche Aufgabe, der sie nachkommen müssen“, meint er. „Auch unter schwierigen finanziellen Verhältnissen müssen wir uns dieser Verantwortung stellen. Alles andere wäre eine Katastrophe.“
Christopher, der angehende Gärtner, freut sich auf seine Zeit als Azubi. „Das werden bestimmt spannende drei Jahre“, sagt er optimistisch.
19:40
Ja, der Amateurfußballer ist ins Lager der Beamten gewechselt!
20:40
sehe ich da auf dem foto nicht herrn roland jr.?
21:44
nun mal cool bleiben Herr Weichelt
Sie / wir die Stadt Gladbeck sind ja froh diese
Jungen Menschen ausbilden zu dürfen
und dass dies nicht von Höhere Stelle
gestrichen wurde !
Ist ja auch gut und schön das es so ist
und nicht wie in anderen Städten
vielleicht ist in OB ja der übergeordnete ! !
Streicher da gewesen ?? !