Stadt Gladbeck rechnet nicht mit genügend Notgruppen

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Vor allem berufstätige Väter und Mütter müssen jetzt schnell eine Ersatzlösung finden. Am Montag beginnt der unbefristete Streik.

Gladbeck..  Auf viele Eltern kleiner Kinder, die einen Platz in einer der städtischen Kindertagesstätten haben, kommt ein riesiges Problem zu. Vor allem berufstätige Väter und Mütter müssen jetzt schnell eine Ersatzlösung finden, denn am Montag beginnt der unbefristete Streik der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.

660 Mädchen und Jungen besuchen die elf städtischen Kindertagesstätten. Die Stadtverwaltung bemüht sich, Notgruppen für Härtefälle einzurichten, aber die Chancen stehen schlecht. „In Gladbeck gibt es nur ganz wenige Erzieherinnen, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind“, sagt Tim Deffte vom Presseamt.

Die Verwaltung hat bei der Gewerkschaft Verdi beantragt, ausreichend Personal für Notgruppen zur Verfügung zu stellen. Bedarf gäbe es für etwa 175 Mädchen und Jungen, hat die Verwaltung bei einer Abfrage unter den Eltern ermittelt. Ob Verdi sich dazu bereit erklärt, ist zweifelhaft. Die Antwort der Gewerkschaft steht noch aus. Tim Deffte rät: „Die Eltern sollten sich auf jeden Fall darauf einstellen, dass es keine Notgruppen gibt.“

Vom Streik betroffen sind auch die vier Jugendfreizeittreffs. Sie bleiben ab Montag geschlossen.

Noch bevor der Streik beginnt, wird die Frage laut, ob die Stadt den betroffenen Eltern die Kita-Gebühren erstatten wird. Deffte bedauert: „Als Kommune im Stärkungspakt dürfen wir das nicht.“