Stadt Gladbeck erhielt Auszeichnung für ihre Familienpolitik

Freuen sich über die Auszeichnung: Bettina Weist, Leiterin des Amtes für Bildung und Erziehung, Rainer Weichelt, Erster Beigeordneter, Agnes Stappert, Leiterin des Amtes für Jugend und Familie.
Freuen sich über die Auszeichnung: Bettina Weist, Leiterin des Amtes für Bildung und Erziehung, Rainer Weichelt, Erster Beigeordneter, Agnes Stappert, Leiterin des Amtes für Jugend und Familie.
Foto: Stadt Gladbeck
Was wir bereits wissen
Preisvergabe in Berlin statt. Lob gab es vor allem für den planvollen Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und Integration.

Gladbeck..  Gladbeck ist für ihre Leistungen vom Verein „Familiengerechte Kommune“ in Berlin mit dem Zertifikat „Familiengerechte Kommune“ ausgezeichnet worden – nach 2010 zum zweiten Mal. „Für uns ist das klare Bestätigung, dass unsere Familienpolitik wirkt, dass wir in Gladbeck gute Ideen entwickeln und anderen Kommunen als Beispiel dienen“, so Bürgermeister Ulrich Roland.

Verbunden mit der Auszeichnung ist eine dreijährige Phase, in der festgesteckte Ziele erreicht werden sollen. Diese hatte die Stadt bereits von 2010 bis 2013 durchlaufen. Im zweiten Familienbericht zeigte sich, dass sich die Situation der Familien insgesamt verbessert habe, heißt es. Dazu beigetragen hätten der bedarfsgerechte Ausbau der U-3-Betreuung, mehr Sprachförderung und vielfältige Angebote der Familienbildung.

Jetzt setzt Gladbeck vor allem auf eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Arbeitgebernetzwerk ist bereits installiert, eine Fortbildungsreihe zum Thema „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ ins Leben gerufen. Dabei treffen sich lokale Arbeitgeber mit der Stadtverwaltung und dem Kompetenzzentrum „Frau und Beruf“, um Lösungen zu entwickeln. Außerdem haben Grundschulen und weiterführende Schulen die „Gladbecker Bildungsvereinbarung“, geschlossen. Ziel: Die Übergänge zwischen beiden Schulformen sollen Kindern leichter fallen.

Gladbecks Familienpolitik wurde bereits beim Deutschen Städtetag in dieser Woche in Dresden gelobt. Dort sagte Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Peter Strohmeier in einem Vortrag: „Das Thema Familiengerechtigkeit und Kinderfreundlichkeit ist in der Stadt zu einer Selbstverständlichkeit in allen Politikfeldern geworden. Seit über einem Jahrzehnt wird planvoll und koordiniert in Bildungsgerechtigkeit, Integration und Familiengerechtigkeit investiert.“