Stadt: Auch Autobahnbefürworter sind gegen Teilausbau

Foto: Stadt Gladbeck

Dass sich Autobahnbefürworter in der aktuellen A-52-Ausbau-Diskussion wenig zu Wort melden, wie in WAZ-Kommentaren angemerkt, hat laut Stadtverwaltung mit dem Teilausbau zu tun, der auch für Befürworter die schlechteste aller Lösungen darstelle. „Es geht den Befürwortern darum, den Dauerstau zu beseitigen. Der Ausbau ist die Chance, die unzumutbare Situation auf der B 224 zwischen Gelsenkirchen und A 2, zu verbessern“, so Peter Breßer-Barnebeck.

Eindeutige Position der Stadt sei weiterhin: Einem Ausbau der B 224 könne nur zugestimmt werden, wenn er den gesamten Streckenabschnitt in Gladbeck umfasst. Nur der Komplettausbau habe deutlich positive Auswirkungen für Stadt und Region. Der geplante Teilausbau löse das zentrale Verkehrsproblem, den rund 2,5 Kilometer langen Stau zwischen GE- Buer und der Abfahrt Steinstraße, nicht. Im Gegenteil werde die Situation dramatisch verschärft wenn täglich 10000 Fahrzeuge zusätzlich mitten durch die Stadt fahren - ohne Schutz der Anwohner durch einen Tunnel.

In dieser Situation wäre es tatsächlich dringend notwendig, miteinander zu sprechen. Die Stadt habe Verkehrsminister Groschek und dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium mehrfach Gespräche angeboten – bis heute ohne Erfolg. Offenbar setze man in Berlin und Düsseldorf darauf, den Teilausbau mit allen Nachteilen ohne bzw. gegen Gladbeck durchsetzen zu können. Deshalb müssten im Planfeststellungsverfahren alle Nachteile aufgezeigt werden, um die schädliche Planung zu verhindern.