Spektakuläre Enthüllung
17.02.2008 | 17:17 Uhr 2008-02-17T05:17+0100Mit Leidenschaft, Begeisterung und Können führten rund 200 Hobbytänzer ihre Künste "Up to dance" auf der Stadthallen-Bühne vor.
„Yiiii-Haaa!” Es ist dunkel in der Stadthalle, plötzlich bebt die Bühne, die Funken sprühen: „Oh-hey!”, schreien die Männer aus voller Kehle, während sie sich zum schnellen Takt der Folklore-Musik duellieren. Denn beim 19. „Modern Dance Festival” in der Stadthalle wirbelten nicht nur die Beine über die Bühne, sondern auch Schwerter. Bekannt ist die „Baris Dance Company” unter den Zuschauern schon vor dem Auftritt: „Von denen hab' ich gehört, aber so mitreißend hätte ich mir das nicht vorgestellt”, meint eine Zuschauerin in der Pause. Tasächlich vergleicht Moderator Arnd Wende bei der Ankündigung die Truppe aus Köln mit der Tanzshow „River Dance.” Zu viel versprochen hat Wende jedenfalls nicht: Mit tollen Kostümen betreten die Kölner die Bühne, die Musik beginnt und damit auch wahrscheinlich der Höhepunkt des Abends: Die Männer steppen und stampfen, die Frauen hingegen bewegen sich geschmeidig zum Takt. Um die „Prinzessinnen”, die in silber-schwarzen Kleidern verhüllt sind, dreht sich die Choreographie: Mit spektakulären Sprüngen, voller Leidenschaft schmeißen sich die Tänzer auf den Boden und kämpfen um die Gunst der Tänzerinnen. „Was soll man dazu noch sagen?”, fragt eine Zuschauerin und schnappt nach Luft, nachdem sie der Kölner Truppe zu gejubelt hat. Anders sah es da bei den Gladbecker Teilnehmern aus: Hier gaben die Mädels vom TSC Harmonie alles. Und zwar tanzten sie nicht um, sondern mit dem einzigen Herren in ihrer Truppe. Mit viel Glitzer, pinken Perücken und knappen Outfits hüpften sie über die Bühne und hatten die Jubel-Rufe spätestens nach der Hebefigur sicher. Nicht so sexy, aber dafür unheimlich süß waren die jüngsten Teilnehmer aus Hürt. Die Junior Company, die beim Bundeswettbewerb „Jugend Tanzt” den ersten Platz im letzten Jahr machten, performten „Oma liebt Opapa.” Die eine Hälfte der kleinen Tänzer waren die Opas, in Anzügen mit Hut und Krawatte, die andere Hälfte die Omas, in altmodischen Blümchen-Kleidern. So verkleidet war die abschließende Kissenschlacht der Kids auf der Bühne wohl von allen Eltern erlaubt.