Sieben Klangräume mit Chorwerk Ruhr und den BoSys

Foto: Magda Hueckel

Das Vokalensemble Chorwerk Ruhr produziert für die Ruhrtriennale zusammen mit den Bochumer Symphonikern (BoSys) das „Mozart Requiem/Sieben Klangräume“. Die musikalische Leitung hat Florian Helgath. Wie „Die Franzosen“ wird das Stück in der Maschinenhalle Zweckel aufgeführt.

Bis in die jüngere Vergangenheit sind einige Versuche unternommen worden, das Requiem besser als Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayer fertig zu komponieren. Denn Mozarts eigene Arbeit an dieser Totenmesse – in unserem Bewusstsein als einzigartiges Ausnahmewerk verankert – ist Fragment geblieben. Der zeitgenössische Komponist Georg Friedrich Haas ging 2005 einen anderen Weg. Er komponierte im Auftrag der „Internationalen Stiftung Mozarteum“ sieben „Klangräume“ für dieselbe Instrumentalbesetzung, die auch das Requiem fordert.

In die bewegten Klangflächen hinein deklamiert bei Haas der Chor hin und wieder Auszüge aus einem Brief der Stadt Wien, der Mozart kurz vor seinem Tod in gezwirbeltem Amtsdeutsch als Anwärter auf das Domkapellmeisteramt ab St. Stephan bestätigt. Komponist Haas legte zudem fest, dass seine Klangräume im Wechsel mit den von Mozart fragmentarisch hinterlassenen Sätzen der Totenmesse gespielt werden sollen. Dafür haben wiederum alle von Süßmayr komponierten Stimmen und Sätze zu entfallen. Diese radikale, aber höchst aufregende Lösung wird das Requiem in ein völlig neues Licht stellen.

Besetzung an den Aufführungstagen in der Maschinenhalle: Sibylla Rubens (Sopran), Ingeborg Danz (Alt), Dominik Wortig (Tenor), Tareq Nazmi (Bass), Günter Holzhausen (Violone), Christoph Anselm Noll (Orgel), ChorWerk Ruhr, Bochumer Symphoniker.