Seniorensport in Gladbeck ist mit einem Vertrag besiegelt

Vertragsunterzeichnung:  v.l. Friedhelm Horbach, Bürgermeister Ulrich Roland und Hartmut Knappmann.
Vertragsunterzeichnung: v.l. Friedhelm Horbach, Bürgermeister Ulrich Roland und Hartmut Knappmann.
Foto: Funke Foto Services
Bürgermeister, Seniorenbeirat und Sport für bewegte Bürger unterzeichneten Kooperationsvereinbarung „Bewegt und gesund älter werden in Gladbeck“.

Gladbeck..  „Turne bis zur Urne“ lautet der Titel des Comedy-Kabaretts, mit dem Jutta Lindner, alias Oma Frieda, am 22. Juli im Fritz-Lange-Haus gastiert. Ein Motto, das gut auf die Kooperationsvereinbarung passe, sagte Hans Nymphius an gleicher Stelle am Donnerstag.

Was der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates ansprach, war die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung „Bewegt und gesund älter werden in Gladbeck“ zwischen dem Verein Sport für bewegte Bürger (SfbB), dem Seniorenbeirat und der Stadt.

Der mit Bürgermeister Roland unterzeichnete „Vertrag“ ist die erste Vereinbarung einer örtlichen Seniorenvertretung mit einem Sportverein, der Bewegungsangebote für ältere Mitbürger anbietet. „Und damit ist Gladbeck kreisweit wieder ein Vorreiter“, lobte Petra Völker vom Kreissportbund, der bekanntlich bereits im Vorjahr – als erhofftes Vorbild für die Städte im Kreis – eine Kooperationsvereinbarung mit der Kreis-Senioren-Arbeitsgemeinschaft geschlossen hatte.

Kooperation im Sinne der demografischen Entwicklung einer stetig älter werdenden Gesellschaft, die bis ins hohe Alter sportlich und geistig aktiv bleiben möchte. „Wir möchten jung sterben, das aber so spät wie möglich – und um das zu erreichen, muss man etwas tun“, brachte es Ulrich Roland auf den Punkt. Sportliches Angebot bringe einen Gewinn an Lebensqualität, was die Stadt weiterhin unterstütze, da sich körperliche Aktivität präventiv auswirke „und die Gesundheit allgemein verbessert“.

Durch diesen Vertrag werde „die seit Jahren gute Zusammenarbeit zwischen SfbB und Seniorenbeirat gefestigt und dokumentiert“, unterstrich Beirat-Vorsitzender Friedhelm Horbach. Die unterschriebenen Vereinbarungen und bereits angelaufenen Zielprozesse sollen umgesetzt, jährlich überprüft „und mit Leben gefüllt werden“.

Die konkret anvisierten Schwerpunkte nannte SfbB-Vorsitzender Hartmut Knappmann. Vor allem die kulturelle Öffnung stehe als gemeinsame Strategie weiter im Fokus. Dazu solle die innerstädtische Netzwerkarbeit ausgebaut und das Angebot für ältere Menschen, insbesondere Männer mit Zuwanderungsgeschichte, gestärkt werden. Was Senioren mit Migrationshintergrund bewegt, will auch die Uni Erlangen in Gladbeck wissenschaftlich auswerten. Zudem ist geplant, generationenübergreifende Projekte mit Schülerinnen und Schülern, zum Beispiel einen Tanz-Flashmob (spontaner Treff meist nach Aufruf über ein soziales Internetnetzwerk), zu organisieren. Vielfältige Angebotsstrukturen sollen entstehen, so Petra Völker, „die auch einer Vereinsamung entgegenwirken können“.

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