Das aktuelle Wetter Gladbeck 16°C
Soziales

Seniorenbeirat startet Aktion „verkehrssichere“ Senioren

16.02.2016 | 09:00 Uhr
Seniorenbeirat startet Aktion „verkehrssichere“ Senioren
Hans Nimphius, Doris Jost und Friedhelm Horbach vom Seniorenbeirat planen die Veranstaltungsreihe.Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Egal, ob zu Fuß oder mit dem Auto. Das sichere Verhalten älterer Menschen im Verkehr soll Thema einer Veranstaltungsreihe in Gladbeck sein.

Der tragische Verkehrsunfall einer 83-jährigen Seniorin, die an der Horster Straße trotz Querungshilfe tödlich verunglückte, hat deutlich gemacht: Die Verkehrssituation kann noch so sicher gestaltet sein, es kommt am Ende auch auf das Verhalten der Menschen im Verkehr an. Senioren müssen sich sicher auf den Straßen der Stadt bewegen können, ob zu Fuß, per Rad, mit dem Rollator oder mit dem Auto.

"Möglichst lange aktiv und eigenständig"

Deshalb macht der Seniorenbeirat Gladbeck das sichere Verhalten älterer Teilnehmer im Verkehr zu einem Schwerpunktthema in diesem Jahr und startet im Mai eine Veranstaltungsreihe zu dem Thema. Denn nur so können Senioren „möglichst lange aktiv und eigenständig bleiben, am Leben teilnehmen und sind nicht auf die Hilfe anderer angewiesen“, weiß der Vorsitzende Friedhelm Horbach um die Bedeutung für die Lebensqualität.

Und es gibt ganz klar Bedarf für Nachhilfe, wissen die drei Vorstandsmitglieder Friedhelm Horbach, Hans Nimphius und Doris Jost. Vier Schwachstellen haben sie ausgemacht und Ideen zur Abhilfe entwickelt..

Rollator: Das Hilfsgerät muss einwandfrei funktionieren. Häufiges Manko: Die Bremsen lassen sich nicht mehr feststellen. „Das kann gefährlich sein im Bus, oder wenn man sich draufsetzen will“. Viele Senioren scheuen den Weg ins Fachgeschäft aus Angst vor den Kosten. Dabei lässt sich der Missstand schnell beheben. Der Seniorenbeirat hat nun die rebeq (Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft der Awo) ins Boot geholt. Mitarbeiter werden zwei- bis dreimal im Jahr im Fritz-Lange-Haus kleinere Reparaturen machen, den Service vielleicht ausweiten und regelmäßig an der Radstation am Bahnhof West anbieten.

Fahrrad. Mit einer Tour durch Gladbeck, geführt vom Verkehrsexperten der Stadtverwaltung Thomas Ide, werden die schwierigen Verkehrssituationen im buchstäblichen Sinne „erfahren“. Beispiel: Die zwei Radwege auf der Postallee, die Radschutzstreifen an der Bülser Straße, Regeln für Radler am Zebrastreifen Theorie am Nachmittag ergänzt die Praxis.

Auto und zu Fuß. Ein Fahrlehrer wird das Wissen der älteren Autofahrer auffrischen, aber auch auf Gefahren aus Fußgängersicht aufmerksam machen. Zentraler Aspekt: Die Selbsteinschätzung ist wichtig, man muss sich in andere hineindenken können, auch als Fußgänger in Autofahrer. „Ältere Menschen kürzen gern Wege ab“, weiß Doris Jost. Sie wollen schnell über die Straße, ignorieren den sicheren Übergang hundert Meter weiter. Und es gibt Gefahrenpunkte, mit denen umzugehen ist, weil es keine andere Lösung gibt. Das Provisorium Busbahnhof und die gefährliche Querung der Zweckeler/Grabenstraße ist so ein Knackpunkt. „Der Mensch muss lernen, damit klar zu kommen.“

Stürzen vorbeugen. Je sicherer der Mensch zu Fuß unterwegs ist, umso geringer ist die Sturzgefahr. In Kooperation mit dem Verein Sport für bewegte Bürger (SfbB) wird der Seniorenbeirat ein Training auf der Anlage mit unterschiedlichem Pflaster am Elisabeth-Brune-Zentrum anbieten.

Maria Lüning

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Wie im Kalten Krieg
Bildgalerie
Alter Hochbunker
DKP-Kundgebung mit Grup Yorum in Gladbeck verläuft friedlich
Bildgalerie
Kundgebung
ELE-Olympiade
Bildgalerie
Stadion Wittringen
Faszinierende Besichtigung
Bildgalerie
Funke-Druckhaus
article
11568085
Seniorenbeirat startet Aktion „verkehrssichere“ Senioren
Seniorenbeirat startet Aktion „verkehrssichere“ Senioren
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/seniorenbeirat-startet-aktion-verkehrssichere-senioren-id11568085.html
2016-02-16 09:00
Gladbeck