Sechs Initiativen gemeinsam
25.08.2010 | 16:19 Uhr 2010-08-25T16:19:00+0200
Gladbeck. Es geht um exakt 15,4 Kilometer Autobahn von Essen-Ost bis Gelsenkirchen-Buer-West mit einer aktuellen Gesamt-Investitionssumme von schon jetzt über 570 Millionen Euro.
So detailreich steht es im aktuellen Internet-Auftritt von Straßen.NRW; und so wird es seit vielen Jahren vehement diskutiert: Der A 52-Lückenschluss zwischen Essen-Ost und Gelsenkirchen-Buer-West ist kein lokales, sondern ein regionales Verkehrsprojekt. Dem tragen nun auch die einzelnen Bürgerinitiativen gezielt Rechnung, die sich in den jeweiligen Städten gegen den A 52-Lückenschluss wehren: Am 2. Oktober protestieren sie erstmals alle gemeinsam gegen die „neue Transitautobahn durch das Revier“.
Das Bürgerforum A 52 (Gladbeck), die Bürgerinitiative „Stoppt A 52“ (Gladbeck), Bürger für Dilldorf (Essen-Kupferdreh), die Bürgerinitiative „Stoppt A 52“ (Essen), „Wege für Essen“ (Essen), die Interessengemeinschaft „Stoppt A 52 (Bottrop) - diese sechs Initiativen protestieren am 2. Oktober ab „Fünf vor Zwölf“ zeitgleich in ihren jeweiligen Städten und planen zudem eine gemeinsame Aktion, deren Details noch nicht feststehen. Sprecherin Meike Maser-Plag betont, dass sich hier erstmalig in diesem Umfang mehrere Bürgerinitiativen aus Gladbeck, Essen und Bottrop zusammengetan hätten, um gegen den A 52-Ausbau zu protestieren.
Im Internet-Auftritt von Straßen.NRW ist die Gesamtstrecke des A 52-Lückenschlusses vom Autobahnkreuz Essen-Ost (A 40) bis zur Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West in vier Abschnitte unterteilt:
von Essen-Ost (A 40) bis Essen-Nord (A 42), von Essen-Nord bis zur Stadtgrenze Bottrop-Gladbeck, von der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck bis zum Autobahnkreuz Essen/Gladbeck (A 2), und von dort bis zur Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West.
Nach den dortigen Angaben ist die Fertigstellung des letzten Abschnitts (Essen-Ost bis Essen-Nord) bis 2023 geplant.
„Wir wollen, dass endlich über das Gesamtprojekt Transit-Autobahn nachgedacht wird. Dies wurde bisher dadurch verhindert, dass die Strecke in zehn Teilstücke mit einzelnen Genehmigungverfahren zergliedert wurde“, erläutert Anita Porwol aus Bottrop ihre Sicht auf das A 52-Projekt.
Die Bürgerinitiativen unterstreichen in ihrer aktuellen Mitteilung zum gemeinsamen Protesttag am 2. Oktober, dass sie eine sofortige Beendigung der A 52-Ausbauplanung fordern. Zudem soll das Projekt unverzüglich aus dem Bundesverkehrswegeplan genommen werden. Der A-52-Lückenschluss zwischen dem Kreuz Essen-Ost und der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West führe „den europäischen Großlastverkehr mitten durch die Lebensräume von Millionen Menschen“ und gefährde deren Gesundheit und Lebensqualität.
Die Initiativen plädieren dafür, dass das Ruhrgebiet statt der neuen Autobahn ein modernes, „städteübergreifendes Mobilitätskonzept“ entwickelt. Und Meike Maser-Plag ergänzt im Gespräch mit der WAZ mit Blick auf die A 52-Diskussion: „Das wird ein heißer Herbst. Überall in den Städten stehen wichtige Entscheidungen und Termine an.“
13:52
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13:52
@33
doch, wirste ja sehen.
Ach `ne, ist ja dann unter der Erde, kannst dann doch nicht sehen ;-)
12:51
@31: Nö
00:32
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00:32
Nicht zu vergessen, die Kilometer langen Verbindungstraßen, Autobahnzubringer, Rampen usw., die hinzukommen sollen. In Bottrop wir das Kraneburger Feld mal eben zuasphaltiert werden und keinen juckt´s und im Norden weinen wir um die Heege. Wie seltsam unterschiedlich doch die Auslegungen sein können.
22:47
15,4 Kilometer? Da sind der Ruhralleetunnel und ein paar andere Stücke aber nicht mit drin, oder?
22:32
Die vernetzten Bürgerinitiativen fordern gemeinsam die BEENDIGUNG DER A52-AUSBAUPLANUNG. Sie wollen, dass endlich über das GESAMTPROJEKT Transit-Autobahn nachgedacht wird. Dies wurde bisher dadurch verhindert, dass die Strecke in zehn Teilstücke mit einzelnen Genehmigungverfahren zergliedert wurde
13:59
@#26:
Nur weil ich gegen einen Ausbau durch die Heege bin, heißt das nicht automatisch, dass ich aus Gelsenkirchen komme. Auch Gladbecker sind davon betroffen.
Und ja, ich könnte natürlich mit jedem Ausbau leben, der die Heege nicht antastet. Dennoch wäre mir eine Lösung ohne einen Autobahnausbau am liebsten.
Ich bin einfach der Meinung, dass der Mensch nicht immer weiter und weiter seine Straßen ausbauen darf. Das führt langfristig insgesamt zu niedriger Lebensqualität für alle. Alternative Konzepte müssen her.
03:08
sorry, so ist es, glaube ich verständlicher ;-)
zu #24@Jawattenu,
Mensch da brauchen wir uns ja nur noch zurücklehnen und auf die Dinge WARTEN, die da kommen werden, weil Sie ja offensichtlich den Ausgang und alles über die Finanzierung bereits wissen.
03:06
zu #24@Jawattenu,
Mensch da brauchen wir uns ja nur noch zurücklehnen und auf die Dinge die da kommen werden, weil Sie ja offensichtlich den Ausgang und alles über die Finanzierung bereits wissen.
Kleiner Tipp,
schauen Sie mal nach Stuttgart, was so alles an Tunnelbau möglich ist, da spielt Geld auch keine Rolle. Warum sollte das hier im Ruhrgebiet, wo das Geld für die BRD verdient wird, also nicht auch möglich sein??? Ein Argument würde mich vielleicht schon überzeugen. Im Vergleich zu Stuttgart21 wäre hier gerade einmal ein 3 stelliges Milliönchen fällig um etwas eher sinnvolles zu verwirklichen. Hier zum nachlesen (s. Seite 151-153):
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4005.pdf
Bezüglich Ihres Irrtums:
und meinen Sie, die würde durch die erde geschossen, ohne dass man oben etwas mitbekommt? Zitatende.
Haben Sie irgend etwas vom Bergbau mitbekommen, während der Abbauarbeiten?
Haben Sie irgend etwas vom Vortrieb der Kanalröhren für die Emscherrenaturierung mitbekommen? Glauben Sie, die Oberirdischen Anwohner kriegen viel davon mit, wenn eine U-Bahn im Untergrund gebaut wird ? (außer in Köln ;-) )
Erkunde Sie sich doch mal nach der sogenannten Tunnelvortriebstechnik, die mit einen Bruchteil an Bauzeit (ohne Baustellenumleitungsverkehr) auskommt als ein Tunnelbauwerk auf vorhandener B224 oder schlimmer noch, gegenüber einem offenen Ausbau zur A 52.
Schauen Sie mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Finnetunnel
Die angeblichen Betriebskosten eines Tunnels können durch den eingesparten Winterdienst gegengerechnet werden und zusätzlich durch eine deutlich längere Haltbarkeit des Fahrbahnbelags, da im Tunnel bekanntlich keine schädlichen Witterungseinflüsse (Frost etc.) vorhanden sind.
Ich finde die Diskussionen um die A52 leider immer nur auf wenige Möglichkeiten reduziert, die mir leider zu kurz gedacht sind.
Lieber #25 @Nicht durch die Heege
Ich glaube, auch Sie, aus Gelsenkirchen, könnten mit so einem technischen Kompromiss leben, bei dem die Heegelandschaft unangetastet bleiben würde.
Am besten wäre aber keine Autobahn. Doch wenn kein Weg daran vorbei geht, dann bitte richtig und nicht wieder so eine halbgare 0815-Lösung fürs Ruhrgebiet.
Mal ehrlich:
Wir sind doch als Steuerzahler gar nicht in der Position über Kosten zu philosophieren, sondern, sondern das machen immer noch unsere Politiker, die sich auf Kosten der Allgemeinheit, reihenweise ihre politischen Leuchttürme bauen. Bei denen hat Geld für Prestigeobjekte doch bisher auch sonst keine Geige spielt. Warum sollte das also bei uns eine Ausnahme sein???
Sind wir im Ruhrgebiet keines Prestigeobjekt würdig ???