„Schwarze Saubermänner“

Den Vorschlägen der CDU-Ratsfraktion für eine saubere Stadt (WAZ-Bericht) erteilt der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Hübner eine klare Absage, bevor sie überhaupt in den politischen Gremien zum Thema werden. Vor Jahren habe die Stadt auf Initiative der SPD zunächst drei zusätzliche Stellen für den kommunalen Ordnungsdienst geschaffen. Wenig später sei die Verdoppelung auf sechs Stellen erfolgt. Damals sei auch die Ordnungssatzung verschärft worden, so Hübner.

Bei dem Vorschlag, eine Hotline für die Meldung von Verunreinigungen einzurichten, verweist Hübner auf die Melde-App der Stadt, die es seit 2013 gibt. Die Forderungen der Union offenbarten „wieder einmal eine Unkenntnis über die Angebote der Stadt“. Dies gelte auch für die Forderungen nach mehr Prävention und Abschreckung durch Besuche in Kitas/Schulen/Vereinen. Tatsächlich gebe es in Gladbeck ein breites Engagement in Sachen Umwelterziehung. Zudem beschäftige die Stadt zwei Klimaschutzmanagerinnen, von denen eine in Kitas und Schulen eingesetzt werde.

Die Forderung der Union, dass städtische Mitarbeiter private Grundstücke quasi „rund um die Uhr“ überwachen sollten, grenze an „Kontrollfanatismus“, empört sich Hübner weiter, der ebenso eine Ausweitung von Dienstzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes ablehnt. Der SPD-Fraktionschef vermisst auch Vorschläge zur Finanzierung solcher Vorhaben. Hübner: „Die schwarzen ,Saubermänner’ schießen wieder einmal am Ziel vorbei.“