Schulpreis-Jury prüft EKR

Für alle Seiten interessante, aber auch anstrengende zwei Tage, das war dem Gesicht von Schulleiter Gerd Weggel anzusehen. Mit einem harmonischen Abschlussgespräch ging der Besuch der vierköpfigen Jury am Dienstagnachmittag zu Ende, die die Erich-Kästner-Realschule als Bewerber für den Deutschen Schulpreis 2015 umfassend geprüft hatte.

Die Schulleitung wurde interviewt, das Gebäude erkundet und es wurden Gespräche mit Schülern und Eltern geführt. Die Juroren hatten dabei sechs Qualitätskriterien im Blick, die für die Wertung herangezogen werden: Leistung; Umgang mit Vielfalt; Unterrichtsqualität; Verantwortung; Schulklima, Schulleben, außerschulische Partner sowie Schule als lernende Institution.

„Wir sind sehr angetan, denn wir haben eine Schule kennengelernt, die ihre Schüler in den Mittelpunkt ihres Lernkonzeptes stellt“, zog Jurorin Cornelia von Ilsemann Zwischenbilanz. „Das System von Fördern und Fordern stimmt“, ergänzte Wolfgang Wildfeuer. An den Formen der Schülerbeteiligung habe die EKR einiges zu bieten und es sei sicher als „sehr positives Zeichen zu werten, dass die Schule zum dritten Mal unter den Top 20-Schulen im Schulpreis-Wettbewerb ist“, ergänzte Juror Wolfgang Beutel.

Trotz allen Lobes bleibe das Verfahren abzuwarten, da noch 18 weitere Schulen bis Ende März zu prüfen seien, stellte Michael Schulze von der Robert-Bosch-Stiftung fest.

„Dem Lernen Flügel verleihen!“ Unter diesem Motto steht der Deutsche Schulpreis, den die Bosch- und die Heidehof-Stiftung im Jahr 2006 ins Leben gerufen haben. 110 Schulen hatten sich für die aktuelle Runde beworben. Die Besten 15 werden letztlich zur Preisvergabe am 10. Juni nach Berlin eingeladen. Die Gewinner-Schule erhält 100 000 Euro.