„Schulkonzept ohne drittes Gymnasium“

Betrifft: WAZ-Berichte zu den Eingangsklassen an den Grundschulen, zur Zukunft des Heisenberg-Gymnasiums und zur Franken-Krise:


In der letzten Woche haben Sie die Einschulungszahlen an den Grundschulen Gladbecks veröffentlicht. Es waren weniger als 600 Kinder (Tendenz fallend). Rechnet man an den weiterführenden Schulen mit ca. 28 Schülern pro Klasse, dann braucht man in vier Jahren ca. 22 Züge.

Gladbeck besitzt eine Gesamtschule (6 Züge), die zum Abitur führt, drei Realschulen ca. neun Züge , eine Hauptschule ca. zwei Züge und drei Gymnasien ca. neun Züge. Die Summe ergibt 26 Züge für die Kinder aus Gladbeck. Damit besteht ein Überhang von fünf Zügen.
In Anbetracht der Tatsache, dass Gladbeck hoch verschuldet ist und sich noch 12 Mio. durch Währungsspekulation auf den bestehenden Schuldenberg gepackt hat, sehe ich nicht nur keine Notwendigkeit für einen aufwendigen Neubau oder eine teure Sanierung, sondern diese Überlegungen scheinen in Anbetracht der finanziellen Situation wenig solide zu sein.


Die Stadt hat in den letzten Jahren alle Gebühren- und Steuerschrauben hochgedreht. Mit weiteren dann notwendigen Erhöhungen der Grund-und Gewerbesteuer werden potenzielle Neubürger oder Investoren abgeschreckt und die Bürger Gladbecks unzumutbar belastet. Gladbeck kann sich trotz des Gutachtens, das einen angeblichen Bedarf bescheinigt, den Neubau und dessen Unterhalt nicht leisten.


Schon die bestehenden Schulen werden z.Z eher schlecht als recht, was Sauberkeit und Ausstattung anbelangt, unterhalten. Die Politik sollte sich in Anbetracht der maroden Finanzlage unbedingt überlegen, ob ein Schulkonzept ohne drittes Gymnasium nicht sinnvoller wäre, denn alle vergleichbaren Städte im Kreis leisten sich höchstens zwei Gymnasien. Damit ist die Frage nach einem weiteren PPP-Modell obsolet.