Schützen lassen Lämpchen glühen

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Was wir bereits wissen
Mit Laser-Luftgewehren konnten Gladbecker in der Fußgängerzone ihr Können als Biathlon-Sportler beweisen. Am Supersonntag wird die Praxis benötigt.

Gladbeck..  Kaum hatte Martin Bremer Gewehrstand und Zielvorrichtung um 10 Uhr am Samstag aufgebaut, bildete sich am Anfang der Hochstraße eine kleine Menschentraube um den Mann, der die Biathlon Auf Schalke-Tour begleitet.

Werbung für den Supersonntag

Ein durchaus ungewohnter Anblick: Während Passanten mit Einkaufstaschen vorbeieilten und schräge Blicke auf den Biathlon-Schießstand warfen, legten andere munter das Laser-Luftgewehr an und versuchten, fünf Mal von links nach rechts die Scheiben zu treffen. Der erste erwies sich als Bester: Hans-Peter Kock (62) putzte alles weg. Jedes Mal blinkte das grüne Lämpchen über der getroffenen Scheibe auf, dass einem schwindlig wurde. „Biathlon ist einfach ein wunderbarer Sport“, schwärmte der Gladbecker. Auch seine Frau ließ sich motivieren: Christina Kock traf vier von fünf Scheiben. Dabei hatte sie sich zum ersten Mal überhaupt an einem Gewehr versucht.

„Eine coole Aktion“, fand Fabian Beckmann. Der 22-Jährige wurde liebevoll von Freundin Patricia Kiy (16) geneckt: „Auf der Kirmes triffst du doch auch nie etwas.“ Wohl das sich stark verschlechternde Wetter war schuld daran, dass nicht mehr Gladbecker die Chance nutzen, sich einmal wie ein Biathlet zu fühlen. Die Aktion am Samstag war Werbung für den „Supersonntag“. Dann ist Martin Bremer mit der vollen Ausrüstung im Stadion. Zweiminütige Wettkämpfe werden angeboten und die Chance auf den Hauptpreis fürs Biathlon auf Schalke Ende Dezember.

Für seinen Sport legt sich Bremer sehr ins Zeug. „Mich begeistert die Laser-Technik. Man schießt mit reinem Licht, wie im Science- Fiction-Film. Das sind umgebaute Luftgewehre, die im Juniorenbereich verwendet werden. Sie kamen erstmals bei den Olympischen Spielen in London zum Einsatz und werden auch beim Fünfkampf verwendet.“

Hans-Peter Kock wäre für den kommenden Sonntag nach seiner Glanzleistung beim „Warm Up“ an der Hochstraße klarer Favorit, bester Gladbecker Biathlet mit dem Lasergewehr zu werden. „Geht leider nicht, meine Frau und ich werden nicht bei den Ruhr Games dabei sein können.“