Schüler löchern Pilkington-Chefs

Es gehört zum täglichen Leben, ist fast unsichtbar, doch gleichzeitig nicht wegzudenken aus dem Alltag: Glas ist ein faszinierender Werkstoff, doch über die Produktion dessen weiß Otto Normalverbraucher in der Regel nur wenig. Genau um dies zu ändern öffnete das Gladbecker Pilkington-Werk der NSG Group gemeinsam mit dem „Initiativkreis Ruhr“ beim „Dialog mit der Jugend“ seine Tore. Mehr als 70 Schüler aus dem Ruhrgebiet gingen im Floatglaswerk an der Hegestraße auf Entdeckungsreise.

Was die Schüler bei der Werksbesichtigung am meisten begeistert hat? „Ich war überrascht zu sehen, wie viele Produktionsschritte es bis zum fertigen Glas sind“, so Till Muno (16) aus Duisburg.

Aus- und Fortbildungsleiterin Antje Brechtken von Pilkington freute sich über die Möglichkeit, den Jugendlichen aus Duisburg, Dinslaken und Bochum das Unternehmen vorstellen zu dürfen. „Für uns ist das sehr positiv, da unser Einzugsgebiet natürlich über die Stadtgrenzen hinaus geht“, erklärte Brechtken. Nach der Werksbesichtigung standen Rolf Mätzkow (Leiter des Qualitätsmanagements) und Reinhard Regulski (Leiter der technischen Dienste) den Schülern Rede und Antwort: Wie sich die Firma verändert habe durch die Übernahme der japanischen NSG Group 2006? „Die strategische Orientierung ist langfristiger geworden. Es geht mehr darum, wo wir in fünf Jahren stehen. Es wird zukunftsorientierter geplant“, erklärte Rolf Mätzkow.

Und für welche Automarke werden die meisten Frontscheiben hergestellt? „Das läuft ein wenig anders, so Mätzkow. „Wir bewerben uns für Modelle und bekommen dann den Zuschlag.“ Mit der Antwort gaben sich die neugierigen Schüler jedoch nicht zufrieden. Der Qualitätsmanagement-Leiter verriet dann aber doch: „Der Ford Cougar, der Golf VII oder auch der 3er BMW wird von uns ausgestattet.“ Hat sich der Ausflug gelohnt?

„Ich kann mir vorstellen, hier zu arbeiten, aber wohl eher im Büro“, so Donjeta Bekolli (16) aus Duisburg. Und auch Klassenkamerad Tristan Quitschalle (16) hat für sich persönlich eine Option mehr für die Zukunft, wie er sagt: Der Programmierbereich hat es ihm angetan.