Das aktuelle Wetter Gladbeck 12°C
Vestische Arbeit: Zahlen...

Schritte nach vorn

29.06.2009 | 16:36 Uhr
Schritte nach vorn

Oft gescholten, kaum einmal gelobt: Dabei hat die Vestische Arbeit Gladbeck durchaus Erfolge auf der Habenseite. Das zeigt das offizielle Zahlenwerk für das Jahr 2008.

Ihren Kunden Wege aus Hartz IV und möglichst in den ersten Arbeitsmarkt zu ebnen, das ist die Aufgabe der Vestischen Arbeit Gladbeck. Bei diesem Bemühen hat das rund 90-köpfige Team im Gebäude an der Wilhelmstraße 10 im Jahr 2008 deutliche Schritte nach vorn gemacht.

Das belegen die (von der Bundesagentur für Arbeit) erstellten offiziellen Zahlen für das Berichtsjahr, die erst seit kurzem vorliegen. „2008 war ein gutes Jahr”, bilanziert Ulrich Kupke, Pressesprecher der Vestischen Arbeit. „Wir wissen, dass wir es in diesem Jahr schwerer haben.”

Zu den wichtigen Eckdaten für 2008: Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften konnte von 4883 um 3,3 Prozent gesenkt werden. 147 Gladbecker Haushalte konnten so wieder selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Nachdem die Zahl der hilfsbedürftigen Personen bereits 2007 um 315 zurückgegangen war, gab es im Berichtsjahr einen weiteren Rückgang um 266.

Unverändert ist aber die SGB II-Quote in Gladbeck, der Anteil der Menschen, die auf Leistungen angewiesen sind gemessen an der Einwohnerzahl, die höchste im ganzen Kreis. Sie ging nur von 13,67 auf 13,59 zurück. Daran wird sich voraussichtlich auch nichts ändern, weil die Bevölkerung schrumpft und die Zahl der Hilfebedürftigen zunimmt.

Deutlich waren 2008 die Erfolge der Vestischen Arbeit bei der Integration in den ersten Arbeits– und Ausbildungsmarkt; vorwiegend im zweiten und dritten Quartal des Jahres wurden insgesamt 894 Menschen in den ersten Arbeitsmarkt gebracht. Eine Abschwächung im letzten Quartal ließ die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt vermuten.

Auch was die Finanzen anbetrifft hat sich die Situation 2008 etwas entspannt. Die Gesamtausgaben der Vestischen Arbeit Gladbeck sind um rund 417 000 Euro auf 53,08 Millionen Euro gesunken. Die Kommune hat davon teilweise profitiert. Sie kommt auf für die Kosten für Unterkunft und Heizung und musste dafür rund 19,59 Millionen Euro berappen. Das waren 17 000 Euro mehr als 2007. Dagegen sanken die kommunalen Aufwendungen für einmalige Leistungen um 39 000 auf rund 328 000 Euro.

„Gute Arbeit unter schlechten Rahmenbedingungen”, lobt Dietmar Aspöck, Leiter der Vestischen Arbeit Gladbeck, seine Mitarbeiter/innen. Er nennt beengte Platzverhältnisse und fehlendes Personal – beides Widrigkeiten, die inzwischen behoben sind. Die Vestische Arbeit muss sich das Haus an der Wilhelmstraße mit dem Umzug der Agentur für Arbeit an die Goethestraße nicht mehr teilen. Und auch die fehlenden Stellen sind weitgehend besetzt. Das hat bereits zu besserem Kundenservice mit zusätzlicher Wartezone geführt und auch zu verbesserten Dienstleistungen durch einen personell aufgestockten Vermittlungsservice. „Das Dienstleistungsangebot sowohl für Arbeitgeber als auch für unsere Kunden konnte deutlich gesteigert werden”, sagt stellvertretender Leiter Otmar Held.

Die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern bildet seit Bestehen der Vestischen Arbeit Gladbeck einen Schwerpunkt. Mit Erfolg, wie Koordinatorin Heike Jenke versichert: „Die Arbeitgeber wissen inzwischen, dass wir ihnen nicht wahllos Leute schicken, sondern eine qualifizierte Vorauswahl treffen.” Wo es dennoch Defizite gibt, helfen im Einzelfall finanzielle Ausgleiche.

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
30.06.2009
19:04
Schritte nach vorn
von auserfahrungwut | #2

ARGE, sind das nicht die Statistik-Freaks, die auch noch selbst glauben, was sie der Allgemeinheit vorlügen

30.06.2009
15:54
Schritte nach vorn
von Kritikaster | #1

Zur ARGE fällt mir nichts mehr ein.

Sie ist notwendig, aber die gesamte Konstruktion ist falsch.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/438075/create

Aktuelle Fotos und Videos
Wittringer Sommer
Bildgalerie
Sonnige Pfingsten
Nacht der offenen Kirchen
Bildgalerie
Kirchen
Über 500 Sportler beim Borsig-Meeting
Bildgalerie
Leichtathleten
Rund um den Job
Bildgalerie
Berufsinfobörse
Aus dem Ressort
Stadtteileltern können starten
Brauck
Jetzt kann es losgehen: Sechs Stadtteilmütter und ein -vater haben ihre theoretische Schulung hinter sich und nehmen jetzt die praktische Arbeit in Brauck auf – als Kümmerer, Vermittler, Ansprechpartner.
Knebel kommt noch einmal
Pralles Kulturprogramm...
Theater, Kabarett, Operette, Konzert . . . Das Kulturprogramm in der Mathias-Jakobs-Stadthalle ist auch in der Saison 2012/ 2013 wieder so bunt gemischt und breit aufgestellt wie die Interessen der Gladbecker. Stars von Bühne, Film und Fernsehen geben sich wieder ein Stelldichein in Gladbeck, die...
Text