Sarma, Pink Sultan und Spargel mit Bärlauch

„Viele Köche verderben den Brei“, heißt ein bekanntes Sprichwort. Aber wenn Frauen verschiedener Kulturen zusammenkommen, um gemeinsam zu kochen, trifft dieses Sprichwort nicht zu, stellten die Mitglieder der interkulturellen Frauengruppe fest. Im Gegenteil: Es gelingen im Dialog miteinander so leckere Speisen wie Pink Sultan, Sarma, Spargelvorspeise oder Poça.

Die interkulturelle Frauengruppe um Müzeyyen Dreessen und Hülya Haack-Yol frühstückt nicht nur alle drei Monate in einer anderen Einrichtung, um sie und die darin stattfindende Arbeit kennenzulernen, sondern sie organisiert zusätzlich noch Aktivitäten für ein besseres Kennenlernen.

Diesmal trafen sich 17 Frauen in der Lehrküche der Freien Waldorfschule an der Horster Straße, um gemeinsam türkische und deutsche Vorspeisen zuzubereiten. Fehri Ergün aus der Gruppe hatte die Leitung übernommen und zeigte den Frauen, wie man gefüllte Weinblätter, Kichererbsenmus, Zigarettenröllchen mit Schafskäse, Teigtaschen mit Hackfüllung, Zucchini in Joghurt-Knoblauchsause mit Dill oder Pink Sultan, eine Vorspeise aus Roter Beete und Knoblauch-Joghurtsauce, zubereitet. Der „deutsche“ Spargel mit Bärlauch, ein Rezept, das Claudia Braczko mitgebracht hatte, mischte sich ebenfalls unter das bunte Buffet.

Nachdem die Frauen bei angeregten Gesprächen gekocht hatten, aßen sie natürlich auch gemeinsam und stellten fest, dass im Dialog sehr gute Ergebnisse zustande kommen können.

Zur jüdischen Gemeinde

Die nächste Einrichtung, die die interkulturelle Frauengruppe kennenlernen will, ist am 26. Mai, 17 Uhr, die jüdische Gemeinde in Gelsenkirchen. Nach einem koscheren Abendbrot wird die Vorsitzende der Gemeinde, Judith Neuwald-Tasbach, die Frauen durch die Synagoge führen und über die Arbeit ihrer Gemeinde berichten. Da die Teilnehmerinnenzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung bei Müzeyyen Dreessen, 01577-2412812, gebeten.