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Run auf die Pfadfinder St. Elisabeth

20.01.2015 | 00:12 Uhr

Es gibt Leute, die halten Pfadfinder für uncool oder weltfremd. Doch wer das denkt oder sagt, hatte wahrscheinlich nie etwas mit der Pfadfinderbewegung zu tun. Am Sonntag hatten die Pfadfinder St. Elisabeth aus Ellinghorst zum Neujahrsempfang mit Kaffee und Waffeln eingeladen, und hier wurde, allen Vorurteilen zum Trotz, deutlich: Ein Nachwuchsproblem gibt es bei den Pfadfindern nicht.

„Ein alter Pfadfinder ist voller Findigkeit. Aus allen Schwierigkeiten oder Nöten findet er einen Weg“, lautet ein altes Sprichwort, das in Ellinghorst wie ein Magnet für Kids, Jugendliche, aber auch Erwachsene zu wirken scheint. „Wir Pfadfinder sind einfach eine Gruppe, die viel zusammen unternimmt und fast immer unterwegs ist“, erklärt Kay Auras (13), der seit drei Jahren zur Pfadfinder-Gemeinschaft in Ellinghorst gehört.

Er ist einer von mehr als 80 „Scouts“ in Ellinghorst. „Über einen Freund in der Schule bin ich hierhin gekommen, und mittlerweile habe ich auch einen großen Freundeskreis hier gefunden.“ Seitdem gehören Gruppenstunden, Sommer- und Zeltlager, Ausflüge und Gemeindearbeit zur regelmäßigen Freizeitgestaltung des 13-Jährigen.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Ellinghorster Pfadfinder gibt es bereits seit 25 Jahren. Die Gemeinschaft teilt sich in vier Stufen: Von den Wölflingen (sechs bis elf Jahre) geht es über die Jungpfadfinder (zwölf bis 14 Jahre) und die Pfadfinder (15 bis 16 Jahre) zu den Rovers (17 bis 21 Jahre). Einmal in der Woche trifft sich jede Stufe zur Gruppenstunde, die von zwei Erwachsenen geleitet wird.

Bei den „Wölfis“ ist der Andrang so groß, dass es derzeit sogar einen Aufnahmestopp und eine Warteliste gibt. „Erst einmal müssen wir schauen, dass wieder Plätze frei werden. Wir haben derzeit über 40 angemeldete Kinder“, erklärt die Stammesvorsitzende Sabrina Herden (28).

Aber: Obwohl die Pfadfinder im Westen der Stadt sehr beliebt sind, haben sie mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie auch etwa Fußball- und andere Sportvereine: Mit der Pubertät wird es mitunter schwierig, die Jugend zu begeistern. „Der Freundeskreis ändert sich und damit wandeln sich auch die Interessen. Das ist ganz normal. Bleiben die jungen Leute uns aber auch in dieser Zeit erhalten, bleiben sie häufig noch sehr lange bei den Pfadfindern“, erklärt Sabrina Herden. Sandy Kokoschka (21), als Leiterin für die Gruppe der Jungpfadfinder verantwortlich, ist selbst erst seit vier Monaten dabei und zeigt, dass man nicht als „Pfadfinderin geboren wird“. Sandy ist eine Quereinsteigerin. „Für das Pfadfindertum ist man nie zu alt“, sagt die Bio- und Chemiestudentin. „Pfadfinder zu sein bedeutet, eine gewisse Lebenseinstellung zu teilen“, erklärt sie.

Steffen Bender

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Run auf die Pfadfinder St. Elisabeth
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2015-01-20 00:12
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