Rückblick eines Erstsemester-Studenten
20.02.2010 | 07:00 Uhr 2010-02-20T07:00:00+0100
Spannend war es, das erste halbe Jahr an der Uni. Hörsäle wurden gestürmt und die Polizei griff ein. Ansonsten gleicht das Studium einer 40-Stunden-Arbeitswoche - ohne Bezahlung.
„Wie die Zeit rennt“, möchte man fast sagen. Gerade erst an der Uni angekommen, ist das erste Semester schon vorbei. Es war ein aufregendes halbes Jahr. Ich kann mich noch genau an den ersten Tag an der Universität erinnern. Angefangen bei der „Anreise“ mit Bus und Bahn kommt man sich vor, wie Frodo aus „Herr der Ringe“ auf dem Weg nach Mordor. Endlich angekommen, war man erst einmal überwältigt von diesen vielen Gebäudekomplexen. Ein Betonbau war hier genauso groß wie meine ganze alte Schule. Da läuft man von einem Raum zum nächsten schon mal zwanzig Minuten.
Ungewohnt waren am Anfang die späten Vorlesungszeiten. 18 bis 20 Uhr und das mehrmals die Woche. Angefangen um 12 Uhr war man dann auch schon mal bis nach 20 Uhr an der Uni. Wie uns der Dekan am Anfang erklärte: „Ihr habt hier eine 40-Stunden-Woche.“ Lediglich die Bezahlung fehlte, und dann wurde noch hinzugefügt, dass mehr als 60% dieses Studium abbrechen. Aufmunternd!
Zurück bei den Vorlesungen, war es nicht das Schlimmste, dass man bis abends an der Uni war, auch wenn man gefühlt als letzter nach Hause fuhr. Viel schlimmer war es, dass die Deutsche Bahn ab 19 Uhr die Fahrpläne änderte und wenn es schlecht lief, war man erst um 22 Uhr zuhause. Als Student ist man mit der Bahn häufiger auf „Kriegsfuß“, denn erst wenn man sie tagtäglich nutzt, merkt man doch, wie unzuverlässig sie ist.
Mit der Zeit hat man dann auch seine „Kohorte“ gefunden, wie es im „Studentendeutsch“ heißt. Gemeint ist einfach nur eine Gruppe, mit der man zusammen in den Vorlesungen sitzt, lernt und quatscht. Das „Studentendeutsch“ ist an sich eine ganz lustige Sache. Das Problem bei der Sache ist jedoch, dass es sich weniger um Deutsch handelt. In einem Seminar sagte eine Dozentin zu mir, dass ich meinen persönlichen „Link“ finden müsse. Die Suche war bis heute aber erfolglos.
Ehe man sich versah, war das Semester schon wieder rum und es musste gelernt werden. Nachtschichten sind da nicht die Seltenheit. Für das Abitur im letzten Jahr lernte man schon viel. Jedoch hatte nun eine Klausur den Umfang des damaligen gesamten Lernstoffes. Da wünschte man sich manchmal, wieder in die Schule zu gehen und um 16 Uhr Feierabend zu haben.
Höhepunkt der Vorlesungszeit waren die Studentenproteste. Die Hörsäle wurden gestürmt und es fielen viele Veranstaltungen aus. Auf der einen Seite war das völlig okay, denn die Anforderungen, die gestellt werden, sind teilweise utopisch. Andererseits muss man dazu sagen, dass man kaum Zeit hatte zu streiken, denn man musste eigentlich lernen und sich vorbereiten. Selbst bei einem Gastvortrag von Andreas Pinkwart (FDP) und Manfred Güllner (Gründer der Firma „Forsa“) gab es Ausschreitungen. Sicherheitspersonal griff ein und die Polizei musste anrücken. Pinkwart bezeichnete die Studenten dann als eine „Hand voll Krawallmacher.“ Diese Nachricht ging damals über Twitter an fast alle Studenten in ganz NRW, so dass es zu weiteren Protesten kam.
Jetzt ist es also vorbei, das erste Semester. Jetzt wird erst einmal die freie Zeit genossen und sich Zeit genommen für die Sachen, die man neben der Uni nicht mehr schafft. Muss schließlich auch mal sein.
16:50
klar äh
informieren :
hier ?
du hast ne meise sorry, untertrieben, nen Vogel !
das macht man , wenn man ! echt will
wohl anderweitig !
13:14
ihr habt doch alle ne meise.
das ist doch super interessant mal zu lesen wie das so ist an der uni und es hilft den jetzigen abiturienten sich zu entscheiden. es kann gar nicht genug informiert werden und das ist echt ein super artikel.
12:50
Liebe Waz
Verschone uns doch bitte weiterhin mit diesen Artikeln.
Sie sind flach und wenig effizient.
Außer das sie den besseren Artikeln den Platz klauen.
Lieber Schreiber,
auch Du verschone uns damit.
Deine Artikel sind grottenschlecht.
Dich lässt man bis heute keine adäquaten Artikel schreiben.
Merkst Du was?
12:37
ich seh
die armen Studenten hier
Weicheier ! sach ich !
ein Beispiel: Handwerskbetrieb, mit ca. 10 Monteuren, plötzlich, durch Tod,
übernehmen müssen
3 Meistertitel in Abend u. Samstagschule -
so nebenbei
machen
Familie gründen;mit Frau Betrieb leiten ( ohne KiTa Tagesstätten groß gezogen ! WEil eben Kinder in die Familie gehören ! und nicht in fremde Hände )
wenn man dann in Talksshows oder gar bei Jauch
die vielen Blindflansche an Stundenten auf dem Stuhl sitzend mit bekommt, welch Wisssen
da bekommt man/frau doch den Richtigen
Eindruck über den/die Studenten/In;
wie oft schon geschmissen und wieder Neu ;
aus eigener Bekanntschaft kenn ich auch einen
der inzwischen 33 J. alt ist und 3 Studienarten angef.
was ist der Heute :
Elektriker Lehrling ! im 2. Jahr
Hallo wiederhole gerne: Weicheier
und die sollen die Renten sichern ?? hö hö;
werden mal d i e Schmarotzer ! der Nation !
Sorry wenn sich jemand angesprochen fühlt ;
Es soll und gibt sicher ! die Echten ;
12:32
Wann lernt unsere Bundesregierung, das ein Numerus Clausus nicht über die praktischen Fähigkeiten eines Studenten Auskunft gibt.
Dieser Artikel ist das beste Beispiel..
Texte zu Parties, Radfahrwegen, Schulalltagsbeschreibungen. Sag uns wo du nachher Arbeit findest. Diese Zeitung werde ich abbestellen.
11:55
Liebe Studenten, wer neben seinem Job / Beruf sich weiterbilden will / muß, der kann über das Studentenleben nur müde lächeln.
Es bringt nichts, dass eine gegen das andere aufzurechnen aber eines sei Euch gewiss:
Wer nach einem Studium glaubt, von 09 - 17 Uhr arbeiten zu können, der soll gleich mit dem Studium aufhören. Ihr gehört zur Bildungselite und müßt, nach dem die Malocher Feierabend haben, noch bis 20:00 Uhr an der Karriere schrauben. Und wer das nicht weiß, der soll gleich arbeiten gehen. Ansonsten fresst ihr nach dem ihr im Berufsleben seid nur noch bunte Pillen.
Und entschuldigt bitte, wenn ich irgend einem Studenten seine Illusionen geraubt habe.
Der Weihnachtsmann mit dem dicken Gehaltsscheck kommt nicht mehr.
18:24
Das mit der Bahn kann ich nur bestätigen.
Deswegen darf ich manchmal, wenn ich um 8 pünktlich zur Klausur oder Ringvorlesung erscheinen soll, schon um 5:30 aufstehen.
Klar, werden manche sagen, das ist doch in manchem Arbeitsleben nicht anders, aber man muss das auch so sehen, dass wir dafür bezahlen, um uns dann von BA/MA-Schikanen auszusetzen.
Als Erstsemester fand ich mich allerdings glücklicherweise recht schnell in Bochum zurecht, da haben es Studis aus anderen unübersichtlicheren Unis schwerer.
Übrigens muss man als angehender Student damit rechnen, dass man von Mo-Fr und teilw. Samstags/Sonntags (zum Üben) vom Dunkeln ins Dunkel kommt, sprich von früh Morgens bis spät Abends.
Aber nebenher muss man ja auch noch für die Studigebühren arbeiten, unbezahlte Pflichtpraktika absolvieren, selbst in Auslandsaufenthalte investieren...jaja, Bildung für alle...janee. ;)
16:31
Spätestens seit der Einführung der Bachelor-Studiengänge ist es entgültig vorbei mit dem Ruf des ewig faulen Studenten.
Wenn man bedenkt, das man das erlente aus den Vorlesungen auch noch zu Hause aufarbeiten muss, sollte jedem klar sein, das man mehr als nur 8std am Tag für das Studium investiert, da bleibt auch nicht mehr viel Zeit für nen Nebenjob.
Aber es wird auch in 1000 Jahren noch dumme Leute geben, die denken das ein Studium ein Zuckerschlecken ist. Und wenn jeder ein Recht auf Urlaub hat, warum sollte der Student keine Semester-ferien haben? Irgendwann muss doch auch mal Geld verdient, oder für die Klausuren gelernt werden.
Ich persöhnlich freue mich schon darauf, wenn ich mein Studium fertig habe, dann habe ich endlich nur noch 8std am Tag zu arbeiten und habe, wenn ich nach Hause komme, WIRKLICH frei. Und Geld bekomme ich dafür auch noch.
Also bitte! An alle die nicht studieren waren/sind:
Informiert euch!!!
14:23
yups
schließe heute die Studenten in mein Nachgebet mit ein ;
die Malocher lass ich aber dann außen vor;
die brauchen das ja wohl nicht ;
12:19
jeder der schonmal richtig in seinem leben studiert hat weiß genau, wie anstrengend jeder einzelne tag an der uni ist, da hat er vollkommen recht.
da kann so ein normaler arbeitstag nicht mit halten.