Rote Schuhe für den Füßler
22.08.2010 | 16:24 Uhr 2010-08-22T16:24:00+0200
Gladbeck.Rote Socken sind’s zwar nicht, die die Genossen ihren 2010-Füßlerbeinen verpasst haben (die wären ja auch nicht wetterfest), aber ganz ohne die Farbe Rot kommen diese acht SPD-Beine natürlich nicht aus.
Ansonsten haben die drei Vorstandsmitglieder des SPD-Ortsvereins Mitte – Jürgen Linau-Seifer, Bärbel Klatt-Seipelt und Rainer Frank – sie so kreativ und kunterbunt gestaltet wie die anderen 350 Füße, die im Atelier von Karoline Dumpe auf ihre Befestigung am 2010-Füßler-Korpus warten.
Noch lagern die acht SPD-Beine allerdings auf dem Hof des Ortsvereinsvorsitzenden Linau-Seifer, der aus den Tiefen seines Kellers und der Garage so manches geeignete Bastelmaterial zutage förderte. Abgesehen von alten Wanderschuhen, Clogs und Stiefeln waren darunter auch so bizarre Dinge wie ein Schlauchstück vom Hochdruckreiniger, eine haarige Dekospinne, rot-weißes Absperrflatterband, Montageschaum und Zement. Was sich damit gestalten lässt - Jürgen Linau-Seifer hatte sich zuvor in der „Beinsprechstunde“ bei Künstlerin Karoline Dumpe ein paar Tipps geholt und andere bereits fertige Exemplare begutachtet. „Unglaublich, was die Leute alles kreiert haben“, ist er von der Vielfalt und dem Ideenreichtum der Gladbecker begeistert.
Die tollen Beispiele spornten an, und so ließen auch die Genossen ihrer Fantasie freien Lauf. Zementierten ein (rot-schwarzes) Bambusrohr im Klotschen ein, versprühten üppig blassgelben Montageschaum, banden rot-weiße Schleifen oder füllten einen ehemals eleganten Damenstiefel bis zum Rand mit angemischtem Speiß. Der Füßler wird an diesen Beinen ganz schön zu tragen haben! Und die Betrachter werden dazu zum Nachdenken angeregt: „Cogito ergo sum“ (Ich denke, also bin ich) lautet eine der Botschaften, die Rainer Frank mit Goldstift auf seine Bein-Objekte schrieb. Ist ja nicht so, als gäb’s in der SPD keine Intellektuellen! Dieser Stiefel allerdings bleibt schwarz . . .
Countdown für den 2010.Füßler läuft
Er wächst und wächst, der Tausendfüßler, der am 26. September zum Start der Local-Hero-Woche im Rathauspark eingeweiht wird. Dieses Kunstprojekt im Rahmen der Kulturhauptstadt, initiiert von Künstlerin Karoline Dumpe, ist ein besonders bürgernahes. Denn der Füßler „läuft“ mit den Beinen, die die Gladbecker ihm basteln. Und je mehr es sind, umso länger wird die Skulptur im Park.
366 Beine, so der aktuelle Stand, sind es jetzt. Damit bestünde der Füßler 60 Eisensegmente (an jedem hängen sechs Beine) und hätte eine Länge von 40 Metern. Ob’s dabei bleibt, wird sich diese Woche zeigen, wenn am Stichtag 26. August die noch bis dahin beim Kulturamt Tel. 99 24 47 gemeldeten Beine gezählt werden. Fertig sein müssen sie spätestens am 8. September.
Letzte Anmeldung und Sprechstunde am Donnerstag
Wer jetzt noch kreativ sein will, kann sich in der letzten Sprechstunde im Atelier Dumpe am Donnerstag, 26. August, 16 bis 18 Uhr, noch einige Tipps holen. Zum Beispiel: „Es fehlt ein Bein aus der Pathologie, was „Schräges“ vom Friseur, ein Pferdefuß oder ein richtiges Tausenfüßlerbein“, so Karoline Dumpe
19:57
Das sind natürlich entscheidende Massnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in dieser Stadt. Glückwunsch SPD!
06:21
ja
machen !
hast noch Zeit
nicht motzen
18:55
Rote FILZ-Schuhe wären doch auch ganz passend...