Ritterspiele und Steinofenbrot
07.09.2008 | 19:15 Uhr 2008-09-07T19:15:02+0200Am Samstag feierte die Waldorfschule ihren Tag der offenen Tür. Das Fest brachte den Kindern jede Menge Attraktionen. Und für die Eltern gab es jede Menge Informationen zum Programm der Schule
Steine selbst bemalen, Schätze im Sand suchen, im Steinofen gebackene Brötchen essen oder eine Fahrt mit der Pferdekutsche unternehmen: Die Angebote der Waldorfschule beim "Tag der offenen Tür" waren vielseitig. Der Samstag bot ein buntes Fest, an dem sich besonders die Schüler erfreuten und natürlich auch die, die es noch werden wollen.
Clara, Jannick und Ludwig hatten besonders viel Spaß beim Nägelschlagen, wo sie versuchten, mit einem richtigen Hammer lange Nägel in einem Baumstamm zu versenken. Nebenan vergnügten sich andere Kinder beim Erbsenspucken. Das grenzenlose Herumtoben und Spielen auf dem Gelände an der Horster Straße erfreute zahlreiche Kinder den ganzen Tag lang.
Allerdings ging es am Samstag nicht nur ums Vergnügen. Eltern hatten auch die Möglichkeit, sich über die Waldorfschule zu informieren. Denn die Frage nach der richtigen Schulform ist nicht einfach zu beantworten und beschäftigt viele Eltern. Schließlich werden hier die Weichen für den weiteren Lebensweg der Kinder gestellt. Auch Familienvater Rüdiger Lenz steht vor dieser Entscheidung. Sein vierjähriger Sohn soll in zwei Jahren in die Schule kommen und ist handwerklich sehr geschickt. "Deshalb wollen wir heute 'mal gucken, ob die Waldorfschule nicht besser zu ihm passt als z. B. die städtische Schule, die seine Geschwister besuchen", so der 42-Jährige.
Bereits vollkommen überzeugt von dieser Form, Kinder zu erziehen und auszubilden, ist Sven Gengenbacher. Seine Tochter Marie geht in die ersten Waldorf-Klasse. Die Gemeinschaft an der Schule empfindet er als sehr gut, auch unter den Eltern. Die Atmosphäre sei hier sehr herzlich. "Außerdem ist in meiner eigenen Schulzeit vieles schief gelaufen", so der 36-jährige Familienvater. Nun hofft er, dass es Marie auf der Waldorfschule besser ergeht als dem i-Dötzchen Sven vor 30 Jahren. . .
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