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Revolution in der Waldorfschule

10.03.2008 | 17:35 Uhr
Revolution in der Waldorfschule

Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse machen einen Jugendroman zum Theaterstück. Die Bühnendarbietung ist in dieser Woche zu sehen

Blitze zucken über die dunkle Bühne, Gewehrfeuer ist von allen Seiten zu hören. Ein junger Mann mit einem Bayonette ruft zum Kampf: "Auf zu den Tuillerien! Auf zu den Waffen!" Keine Frage, das ist Paris zu Beginn der französischen Revolution.

Die 8. Klasse der Freien Waldorfschule Gladbeck führt an diesem Mittwoch und Donnerstag, jeweils um 20 Uhr das historische Bühnenstück "Revolution" auf. In Anlehnung an den Jugendroman "Freiheit" von Inge Ott, erzählt es von sechs befreundeten Jugendlichen, die sich gemeinsam von ihrem kleinen Dorf auf den Weg nach Paris machen, um an der Revolution teilzunehmen. Voller Enthusiasmus wollen sie die Rebellen bei dem Kampf gegen die Monarchie unterstützen. Doch schon zu Anfang verlieren sie sich in der großen Stadt. Auf sich allein gestellt beginnt für jeden von ihnen eine Odysse durch die zerrütete Hauptstadt. Sie erleben Tod und Verzweiflung.

"Die Schüler haben die französische Revolution durchgenommen, und sich anschließend das Stück selbst ausgesucht", erklärt Gisela Sieke, Klassenlehrerin und Regisseurin. Die gesamte Klasse ist an der Aufführung beteiligt, als Schauspieler, Souffleur oder Beleuchter. "Die Jugendlichen sind auf der Bühne schon routiniert, denn Theaterspielen wird an der Waldorfschule von der ersten Klasse an gefördert", so Sieke. Dieses Stück jedoch ist für die 55-Jährige etwas Besonderes. Es ist das Abschlussstück, bevor die Schüler in die Oberstufe wechseln und einen neuen Klassenlehrer bekommen.

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