Rentfort-Nord soll schöner werden
28.10.2009 | 14:35 Uhr 2009-10-28T14:35:00+0100
Gladbeck. Die Stadt fördert Maßnahmen zur Verschönerung von Häusern und Höfen. Das Team vom Stadtteilbüro Rentfort-Nord hofft, dass sich möglichst viele Immobilien-Besitzer im Stadtteil dafür interessieren.
Anfang der 70er Jahr hat Helmut Tews gemeinsam mit Karl Wickel das Mehrfamilienhaus an der Kurt-Schumacher-Straße gebaut. Acht Familien wohnen dort, mitten in Rentfort-Nord. Das Haus mit der Nummer 18 ist der mittlere Teil eines ganzen Häuserzuges, der so typisch ist für den Baustil dieser Zeit. Und genau wie der Stadtteil, in dem es steht, ist auch das Haus ein wenig in die Jahre gekommen. Deshalb haben die beiden Eigentümer im vergangenen Jahr ordentlich investiert, haben dem Mehrfamilienhaus eine moderne Wärmedämmung verpasst und einen frischen neuen Anstrich. Mit seiner hellen beigen Fassade und den grauen Balkonen hebt es sich jetzt deutlich vom Rest der Häuserzeile ab.
Stadtteilbüro
Das Team vom Rentforter Stadtteilbüro wünscht sich mehr Eigentümer wie Helmut Tews und Karl Wickel. Damit die Optik im Stadtteil wieder stimmt, und die Menschen sich richtig wohl fühlen. Mit Hilfe des Hof- und Fassadenprogramms unterstützt die Stadt Gladbeck Hausbesitzer finanziell, die bereit sind, auf diese Art und Weise in ihr Eigentum zu investieren.
Stadtumbau West
Um Rentfort-Nord wieder „liebens- und lebenswert” zu machen, hat Gladbeck sich bereits 2004 um Aufnahme in das Bund-Länderprogramm „Stadtumbau West” bemüht. Seitdem hat sich schon so einiges getan im Umfeld. Der Park am Quälingsbachteich wurde neu gestaltet, ebenso der Schulhof der Drewitz-Gesamtschule. Die Spiel und Liegewiese hinter dem Geschäftszentrum erhielt eine neu Optik und es gibt Bemühungen um die Problem-Hochhaus „Schwechater Straße 38”. Das Stadtteilbüro-Team ist zudem Ansprechpartner für alle Rentforter und bemüht sich um das Wir-Gefühl im Stadtteil.
Für die Immobilien-Eigentümer
Mit der Förderung durch das Hof- und Fassadenprogramm sollen nun seit gut anderthalb Jahren die Immobilien-Besitzer animiert werden, in ihre Häuser zu investieren. Zehn Förderanträge, so Tülin Kabis-Staubach vom Stadtteilbüro, seien schon bewilligt worden. Durch das positive Beispiel von Helmut Tews hofft das Team nun, noch mehr Hausbesitzer für eine Förderung zu interessieren.
Helmut Tews hat die Investition in das Mehrfamilienhaus nicht eine Minute bereut. Gut 65 000 Euro hat sich die Eigentümergemeinschaft die Sanierung kosten lassen. 8000 Euro kamen aus dem Fassaden-Förderprogramm. „Einen Energiepass hatten wir schon für das Haus. Jetzt wurde das Gebäude durch Dämmung und Anstrich noch einmal aufgewertet”, sagt Tews, der selbst an der Kurt-Schumacher-Straße 18 wohnt. Die Vorteile einer kühleren Wohnung im Sommer und gesunkener Heizkosten im Winter hat er also genauso gespürt wie seine Mieter.
Für die Mieter
Zudem sieht er aber auch eine grundsätzliche Notwendigkeit, da die Situation auf dem Wohnungsmarkt nicht gerade einfacher geworden ist. In einem Nachbarhaus, nennt Tews ein Beispiel, habe eine Wohnung auch schon mal lange Zeit leer gestanden. Seine Mieter hingegen sind rundum zufrieden mit ihrem neuen Wohnumfeld.
Und auch der Eigentümer der Nummer 16 hat bereits nachgezogen. Sein Haus erstrahlt im selben helllen Anstrich wie die Nummer 18.
Informationen
Mehr Informationen zum Förderprogramm gibt es im Stadtteilbüro unter der Rufnummer 02043/785511. Außerdem wollen die beiden Stadtteilmanagerinnen künftig auch regelmäßig interessierte Eigentümer zu einem Forum einladen. Da erste findet am 18. November um 18 Uhr im Stadtteilbüro an der Schwechater Straße 38 statt. Dann gibt es ausführliche Informationen zu dem Förderprogramm.
18:49
Ich find es klasse, dass in Gladbeck trotz aller Schwierigkeiten nicht aufgegeben wird! Großes Lob!