Religionsfreiheit

Jetzt äußert sich auch der Gladbecker SPD-Stadtverband zu dem seit Wochen in der Stadt viel diskutierten und am Freitag erstmals durchgeführten Muezzin-Ruf vom Minarett der Ditib-Moschee. Jens Bennarend, Vorsitzender der Gladbecker SPD, teilt dazu mit: „Der Stadtverband der SPD Gladbeck hat die zahlreichen öffentlichen Meinungsäußerungen zum Thema Muezzin-Ruf zur Kenntnis genommen und die Thematik im Rahmen einer Vorstandssitzung eingehend diskutiert. Die öffentlichen Beiträge waren für den Vorstand zum Teil nachvollziehbar, andere wiederum beleidigend und herabsetzend.

Die SPD in Gladbeck steht für eine verfassungsrechtlich garantierte Religionsausübung aller Religionsgemeinschaften unter Beachtung sonstiger gesetzlicher Regelungen. Sie hält den im Godesberger Programm von 1959 gefassten Grundsatz auch heute noch für aktuell und unverrückbar: Nur eine gegenseitige Toleranz, die im Andersglaubenden und Andersdenkendenden den Mitmenschen gleicher Würde achtet, bietet eine tragfähige Grundlage für das menschlich und politisch fruchtbare Zusammenleben . . .

Die Sozialdemokratische Partei achtet die Kirchen und die Religionsgemeinschaften, ihren besonderen Auftrag und ihre Eigenständigkeit. Sie bejaht ihren öffentlich-rechtlichen Schutz . . .“