Regenschirm war nötig beim Gladbecker Ostermarkt

An den bunten Ständen bestand jede Menge Gelegenheit, in den Auslagen zu stöbern.
An den bunten Ständen bestand jede Menge Gelegenheit, in den Auslagen zu stöbern.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Trotz des schlechten Wetters kamen aber viele Besucher zum zweitägigen Spektakel mit vielen Aktionen. Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz.

Gladbeck..  Neun Grad Celsius bei trüb bewölktem Himmel und Nieselregenschauer im Halbstundentakt: Im Vergleich zum letzten Jahr ließ das Wetter die Besucher der 16. Ausgabe des Gladbecker Ostermarkts an diesem Wochenende zwar im Stich, doch es konnte die gute Laune der vielen Besucher nicht verderben.

Als sich bereits am Samstagmittag die Wolken breit machten, wurde kurzerhand unterm Regenschirm flaniert, gebummelt und geschlemmt. Denn das Straßenfest hatte auch in diesem Jahr viel zu bieten. Insgesamt 60 Kunsthandwerk- und Essensstände wurden entlang der Gladbecker Fußgängerzone aufgebaut und verbreiteten trotz des herbstlichen Wetters Vorfreude auf den Frühling und das anstehende Osterfest. Arbeiten aus Wolle, Edelsteinen, Mosaik oder Holz wurden hier neben Currywurst, Pommes, Backfisch und selbst gemachtem Honig verkauft.

Am Ostermarkt-Sonntag lockten insbesondere die verkaufsoffenen Geschäfte die Menschen in die Innenstadt. Gemütlich einkaufen war von 13 bis 18 Uhr möglich. Auch die vielen jungen Besucher des Ostermarkts kamen nicht zu kurz. Ob Ponyreiten auf dem Goetheplatz oder Stockbrotbacken auf der Hochstraße. Das alles war am Wochenende (im Regen) möglich.

Auch wer schon immer mal echten Feuerwehrleuten über die Schulter schauen wollte oder sich in der schweren Kluft eines solchen fotografieren lassen wollte, kam auf seine Kosten. Nahe des Willy-Brandt-Platzes baute der Löschzug Mitte seine Zelte auf und gewährte großen und kleinen Feuerwehrfans einen exklusiven Einblick in ihren anstrengenden Arbeitsalltag.

Die kleinen Bastelfreunde unter den Marktbesuchern fanden sich am Bastelstand vor der Optik Rodewald ein und konnten ihren ganz eigenen und individuell gestalteten Osterkorb selbermachen und mit Ostereiern, Äpfeln und Süßigkeiten befüllen.

Wie die Besucher trotzte auch der Osterhase tapfer der feuchten Witterung, der emsig die Fußgängerzone auf und ab lief. Zur Freude vieler kleiner Besucher, die sich mit dem großen, braunen Knuddeltier fotografieren ließen.

Ebenfalls auf dem Ostermarkt aufgefallen ist der royale Besuch, der die Gladbecker Untertanen mit seiner Anwesenheit eine Freude machte. Ein halbes Jahr nach ihrer Krönung nimmt Ihre Majestät, die Appeltatenkönigin Andrea Sommerfeld, ihre Pflicht gegenüber ihrem Volk weiterhin sehr ernst. Am Bastelstand beteiligte sich die Königin tatkräftig – das alles in kompletter Appeltatenmontur, versteht sich.

Musikalisch untermalt wurde das rege Treiben in der Fußgängerzone von einer altbekannten Band, die schon in den letzten Jahren beim Ostermarkt für Stimmung gesorgt hatte. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag stand das Country-Trio um Rainer Migenda, Matt Warren und Klaus Sonntag insgesamt satte acht Stunden unter ihrem kleinen Pavillon und trotze Wind und Wetter. Die Cowboyhutträger spielten viele aktuelle Songs wie „Bonfire Heart“ von James Blunt, aber fanden auch mit Evergreens aus den Siebzigern wie dem Hit „Have you ever seen the rain?“ – zu Deutsch: „Hast du jemals den Regen gesehen?“ – genau die richtigen Worte.

Trotz Regen zufrieden

Der 16. Gladbecker Ostermarkt ist nun bereits wieder Geschichte. Veranstalterin Ulrike Rodewald zog ein positives Fazit: „Obwohl das Wetter so schlecht war, bin ich sehr zufrieden.“ Besonders dankbar ist sie den Freiwilligen, die durch ihre ehrenamtliche Hilfe den Markt erst möglich gemacht hätten. Insgesamt 15 Leute halfen beim Ponyreiten, am Bastel- und dem Feuerwehrstand mit und bescherten damit vor allem den Kindern zwei schöne Tage.