Rabbinerin erzählt aus erster Hand

Irit Shillor ist Rabbinerin, eine von fünf amtierenden Rabbinerinnen in Deutschland. 900 gibt es mittlerweile weltweit.

Am Mittwoch, 22. April, wird sie ab 19 Uhr in der Gelsenkirchener Bleckkirche, Bleckstraße 1, über „Frauen im Judentum“ sprechen. Sie werden von vielen als Bereicherung für das Judentum angesehen. Nicht, weil Frauen die besseren Autoritäten wären – sondern weil sie ein Ausdruck von Vielfalt sind. Bei „weiblichen“ Themen könnte eine Rabbinerin zudem die bessere Ratgeberin sein. Im Vortrag wird Irit Shillor von Frauen in der Bibel, im Talmud, in der Literatur und heutzutage auch im Rabbinat erzählen: Wie sieht das Judentum die Frau über die Jahrtausende bis heute, und welche Rechte haben (die) Frauen? Mit Hilfe von jüdischen Texten aus der Bibel, dem Talmud, dem Midrasch sowie der Moderne werden die Unterschiede zwischen verschiedenen Strömungen im Judentum diskutiert und die Frage, wie sich die Frauen im 21. Jahrhundert sehen. Der Talmud zeigt auf, wie die Regeln der Tora im Alltag von den Rabbinern verstanden und ausgelegt wurden.

Irit Shillor wurde in Jerusalem geboren. Als sie dann im Jahr 1982 mit ihren Töchtern nach England zog, entdeckte sie für sich und ihre Familie die Welt des Reformjudentums. Sie war bis Februar 2014 als Rabbinerin in Hameln/Weser (Niedersachsen) tätig.