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Propstei verkauft Pfarrhaus

15.07.2012 | 18:53 Uhr
Propstei verkauft Pfarrhaus

Gladbeck . Die Propsteipfarrei St. Lamberti trennt sich als Folge der Strukturkrise in der katholischen Kirche von einer weiteren Immobilie: Das bisherige Pfarrhaus St. Josef in Rentfort steht zum Verkauf.

Das 1909 erbaute Haus an der Hegestraße mit gut 300 qm Wohnfläche und rund 800 qm Grund steht schon seit geraumer Zeit leer: Der vor einem Jahr pensionierte Pastor Norbert Hoffmann zog schon vor Monaten aus. Derzeit, so Propst André Müller zur WAZ, ermittelt im Auftrag des Bistums ein Gutachter den Wert des Hauses. Müller betont, dass es im Haus einen immensen Renovierungsrückstau gebe, der es Propstei und Bistum angeraten erscheinen lässt, eher an den Verkauf als an das Halten des Hauses zu denken. Nicht ausgeschlossen sei, dass es nach einem Verkauf abgerissen werde und durch eine neue Wohnbebauung ersetzt wird, so Müller.

Benötigt werde das Haus von der Gemeinde künftig nicht mehr: Der neue Pastor wird im Schwesternhaus wohnen, das Gemeindebüro ziehe ins Gemeindehaus. Die zwei verbliebenen Schwestern haben sich bereits in eine private Immobilie in Rentfort eingemietet.

Zwei weitere ehemalige Pfarrhäuser werden ebenso nicht mehr benötigt, bestätigte Propst Müller. Sowohl das Pfarrhaus von St. Marien Brauck als auch das von St. Franziskus Rentfort Nord. Für sie werden Mieter gesucht. Auch hier ziehen die Gemeindebüros in die Gemeindehäuser.

Vor dem baldigen Abriss stehen offenbar Kirche und Pfarrhaus von St. Elisabeth in Ellinghorst, die seit langem leer stehen. Müller bestätigte, dass nun bei der Stadt, nachdem das angestrengte Denkmalschutzverfahren für die Kirche fehl geschlagen ist, das konkrete Bauplanverfahren begonnen habe. Für dieses Areal stehe der Investor schon längst fest, so Müller. Auf dem bisherigen Kirchengrund an der Maria-Theresien-Straße sind Reihenhäuser geplant.

GM


Kommentare
24.07.2012
22:43
Dies ist die falsche Lösung - jahrelang eingezahlt - das Geld den Inkompetenten überlassen?
von Marie.N | #14

Tja, für das Gewesene gibt der ,,, NICHTS!

Schlussstrich und neu anfangen, Gott ist mit euch. Nach der Sintflut kommt das neue Leben.

22.07.2012
18:12
Falsche Lösung
von eulenspiegel777 | #13

Zu #12
Dies ist die falsche Lösung - jahrelang eingezahlt - das Geld den Inkompetenten überlassen?
Besser machen? - Augen auf - es gibt Fördervereine, Ehrenamtliche, großes Engagement - aber dies wird von der Institution nicht honoriert. Kirchengemeinde gründen - nicht notwendig - existieren doch (auch wenn die Institution sie nicht sieht und unterstützt). Kirche und Pfarrhaus kaufen - von welchen Geldern wurde diese denn finanziert? - Hat Müller hier Privatgeld eingesetzt oder wurden die Kirchensteuermittel genutzt.
Lamberti muss wohl die Rücklagen wieder auffüllen, die für die Wohnung Müller "draufgegangen sind". Und wie überall in Wirtschaftsunternehmen sind der größte Kostenfaktor Personalkosten - hier muss auf jeden Fall gespart - egal was es koste - und wenn es uns die Gläubigen kostet = die Geschäftsgrundlage. Last but not least: Herr Müller und Konsorten werden von uns bezahlt - und nicht nur von ein paar "hochgestellten Persönlichkeiten", denen man gerne die Hand schüttelt

20.07.2012
13:43
Propstei verkauft Pfarrhaus und Kirche
von Der_Bodo | #12

Lösung gefällig?

Sagt euch los von Rom.
Gründet eine Kirche (ngemeinde).
Kauft die Kirche und das Pfarrhaus.

Und vor allem, macht es besser!

20.07.2012
08:37
Propstei verkauft Pfarrhaus
von gitbar | #11

Geld ist eigentlich genug da; waren da nicht noch ein paar "vergessene Millionen" im Bistum aufgetaucht?
Zahlen wir nicht regelmäßig Kirchensteuer und müssen von Ellinghorst aus nach Bottrop zum Gottesdienst pilgern,( das ist näher als Lamberti)?
Ist da nicht das XXL-Stadthaus?
Die Verteilung und Verwaltung des anvertrauten Geldes ist das Problem, es wird in die großen Pfarreien gepulvert, die kleinen werden schon seit Jahren abgewirtschaftet. Das dort zusätzlich eingenommene Geld vom Verkauf wird dann zum "Erhalt" der Großpfarrei genutzt oder auf das Sparbuch des Bistums gepackt.
Zur Pfarrei gehören wir aber schon lange nicht mehr . Die langfristigen Anbindungen zur Kirche schwinden, die Verluste durch Ferne werden zunehmen.
Keine Nähe - keine Bindung - Verlust!

19.07.2012
13:08
Propstei verkauft Pfarrhaus
von digedag999 | #10

und, werter juppko, "auf Zeit gekauft" geht gar nicht, so wenig wie man ein Wassereis verleihen kann

2 Antworten
Propstei verkauft Pfarrhaus
von juppko | #10-1

Gesetzliche Definition: Miete = Kauf auf Zeit

Und natürlich können Sie ein Wassereis verleihen, sie bekommen es dann wie alle verliehenen Gegenstände in gewisser Weise "abgenutzt" zurück.

Und wenn Sie sich mit TaxiMicha nicht verstehen, weil er Ihnen die Familiengruft verwehrt - Ihr Problem. Ich empfehle Ihnen frühzeitig Vorsorge zu treffen - heute ist jeder für sich selbst verantwortlich, auch Sie.

Und natürlich verlangen Katholiken gerade von der Kirche - die sich als moralische Instanz "aufspielt" - mehr als Entscheidungen nach finanziellen Gesichtspunkten und insbesondere in der Kommunikation ein glücklicheres Händchen. Und darum geht es in dieser Diskussion und nicht um "die Finanzierung Ihrer Familiengruft".

Leben Sie wohl.

Propstei verkauft Pfarrhaus
von juppko | #10-2

"Die genannten Gründe mögen zutreffend sein, aber es gibt auch viele, die auf das weitere Nutzungsrecht aus finanziellen Gründen verzichten wollen oder müssen"
oder
"gleichzeitig auf Pietät verzichtet, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht. Ein Indiz für diese Haltung ist insbesondere die immer mehr abnehmende Bereitschaft, Geld für eine Familiengruft zu investieren"
Sie sollten sich für eine Aussage entscheiden: man kann finanziell nicht oder man will nicht.

19.07.2012
13:05
Propstei verkauft Pfarrhaus
von digedag999 | #9

"In der Grunddiskussion geht es hier um die Institution Kirche, die viele Entscheidungen nur noch nach finanziellen Gesichtspunkten trifft..." Genau darum geht es. Und deshalb ist die Frage angebracht, warum man von der Kirche mehr Pietät verlangt, aber gleichzeitig auf Pietät verzichtet, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht. Ein Indiz für diese Haltung ist insbesondere die immer mehr abnehmende Bereitschaft, Geld für eine Familiengruft zu investieren. Und u.a. wurde in diesem Forum der Kirche vorgeworfen, es sei pietätlos, bereits wenige Wochen nach dem Ableben von Pfarrer Goldstein dessen ehemalige Dienstwohnung verkaufen zu wollen.

18.07.2012
13:57
Propstei verkauft Pfarrhaus
von digedag999 | #8

"Meines Wissen kaufen sie die Gruft auf Zeit von der Stadt. Auch durch die Verkleinerung der Familien und die in der Arbeitswelt geforderte Flexibiliät, dürfte nach 20 - 30 Jahren kaum noch Familienmitglieder vor Ort sein, die diese Gruften nochmals kaufen. Mit Pietät hat das nichts zu tun." 1. Die Gruft wird nicht gekauft, sondern ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht erworben. 2. Die genannten Gründe mögen zutreffend sein, aber es gibt auch viele, die auf das weitere Nutzungsrecht aus finanziellen Gründen verzichten wollen oder müssen. 3. Zu welchem Zweck sollte die Wohnung von Pfarrer Goldstein denn genutzt werden???

1 Antwort
Propstei verkauft Pfarrhaus
von juppko | #8-1

Was hat die Familiengruft mit dem Pfarrhaus zu tun, was der Verkauf mit Pietät - Sie müssen schon mal vorher überlegen was Sie schreiben und in einen Zusammenhang setzen. Und ob auf Zeit gekauft oder Nutzungsrecht - das Ergebnis ist das gleiche. Durch den Verkauf des Pfarrhauses wird niemand sich eine Familiengruft leisten können - oder hat man Ihnen die Übernahme der Kosten aus dem Verkaufserlös angeboten? In der Grunddiskussion geht es hier um die Institution Kirche, die viele Entscheidungen nur noch nach finanziellen Gesichtspunkten trifft und sich dann wundert, dass sich die Menschen abwenden (nicht zu verwechseln mit Glauben an Gott). Kommunikation ist keine Stärke dieser Institution, sie stellt ständig Forderungen an die Katholiken auf - vergisst aber die Gläubigen auf den Weg mitzunehmen.

17.07.2012
17:45
pietät kostet geld
von digedag999 | #7

Pietät kostet leider auch Geld.
Wenn man sich mal ansieht, wieviele Familiengruften alleine auf dem katholischen Teil des Friedhofs Mitte in den letzten Jahren aufgegeben wurden, scheint es offenbar entweder mit der Pietät oder mit dem Geld bei vielen nicht allzuweit her zu sein. Was sollte die Kirche denn z.B. mit der Wohnung von Pfarrer Goldstein machen, statt diese zu vermieten? Ein Museum einrichten? Ansonsten ist es sehr schade, dass auch das Gelände von St. Elisabeth wieder mit den üblichen 0/8/15 Schlafstadt Reihenhäusern zugebaut werden soll.

1 Antwort
Aufgabe von Familiengruften
von eulenspiegel777 | #7-1

Meines Wissen kaufen sie die Gruft auf Zeit von der Stadt. Auch durch die Verkleinerung der Familien und die in der Arbeitswelt geforderte Flexibiliät, dürfte nach 20 - 30 Jahren kaum noch Familienmitglieder vor Ort sein, die diese Gruften nochmals kaufen. Mit Pietät hat das nichts zu tun. Pietätlos ist es wenn Katholiken auf den geistlichen Beistand beim Sterbefall verzichten müssen, wenn der Tod nicht in die Arbeitszeit des Pfarrers fällt oder wenn zur Beerdigung kein Pfarrer anwesend sein kann, weil katholische Beerdigungen nur an bestimmten Tagen stattfinden und das Statistiksoll in der Woche schon erreicht ist.
Und von Vermietung war im Artikel nicht die Rede - dort steht Verkauf, d.h. die Kirche verabschiedet sich von diesem Ort unwiderruflich. Kein Haus, kein Seelsorger, kein geistlicher Beistand - unwiderruflich. Tschüs katholische Kirche.

16.07.2012
20:22
Money, money, money,...
von eulenspiegel777 | #6

Die Institution Kirche - bitte nicht verwechseln mit Glaube an Gott - stellt sich seit Jahren selbst an die Wand und schafft in kürzester Zeit ihre Selbstzerstörung. Solange Geld das Tun bestimmt, wundern wir uns nicht über den Untergang . Seelsorge ist Nebensache und hat sich nach einem von der Verwaltung vorgegebenen Stundenplan zu richten. Falls der Gläubige zur falschen Stunde stirbt - sorry, der Pfarrer hat dienstfrei... Engagement von anderen ist gefragt, darf aber nichts kosten. Jede Möglichkeit Geld zu verdienen wird genutzt, koste es was es wolle. Man wundert sich über weniger Kirchgänger.? Für ihre Angestellten gelten strenge katholische Maßstäbe, falls sie ehrenamtlich arbeiten nicht und für die Pfarrer selbst auch nicht. Wer als Pfarrer gegen Vorschriften verstößt wird maximal damit belohnt, dass er unter Fortzahlung der hohen Bezüge versetzt oder freigestellt wird. Selbst uneheliche Kinder der Pfarrer werden geduldet über Kirchensteuermittel finanziert. Ehrlich ist anders

16.07.2012
14:23
Propstei verkauft Pfarrhaus
von ichliebekoenigsblau | #5

auf was sollte der "Vermieter/Eigentümer" denn warten ?

Geld ist doch überall v o r r a n g i g ! ! Ü b e r a l l ! Wieso sollte die kath. Kirche
h i e r eine Ausnahme sein / machen ?? Wieso. Wir lesen doch immer wieder :

" wie arm sie ist " ; lebt sie doch ( fast ) nur noch durch/von Ehrenamtlichen ;

oder bin ich falsch informiert ? Frauen = Hauptamtlich , als Priester / in ;
die würden Geld kosten;

außer in den höheren Positionen da zahlt der Steuerzahler !


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