Projekt unterm Zeltdach - Wilhelmschüler erobern die Manege

An der Wilhelmschule tauschten die Schüler den Klassenraum gegen die Manege.
An der Wilhelmschule tauschten die Schüler den Klassenraum gegen die Manege.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zirkuszelt statt Klassenraum, artistische Proben statt Hausaufgaben - an der Wilhelmschule ging’s jetzt wieder in die Manege.

Gladbeck..  Zauberer in glitzernden Westen, Tänzer in goldenen Capes, Akrobaten in Matrosenkluft oder auf Glasscherben wandelnde Artisten im Piratenkostüm – so vielfältig und großartig präsentierten sich rund 260 Grundschulkinder der Wilhelmschule im Zuge der Projektwoche mit der Zirkusfamilie Sperlich.

Nach vier Jahren Pause konnten die kleinen Leute wieder mal die Zirkusluft schnuppern und einmal auch ganz groß sein.

„Die Kinder freuen sich schon, seitdem sie auf der Schule sind auf ihren Zircus Willibertini“, erzählt die dreifache Mutter Michaela Kuhl, die mit Niklas, Luisa und nun Maja das Projekt an der Schule von Anfang an begleitet. Sie unterstützt das Konzept zusammen mit anderen Eltern und Lehrern, indem sie stets bei den Proben dabei ist, mithilft beim Zeltaufbauen und –abbauen oder einspringt, wenn es um das Schminken und Ankleiden geht.

Schon Vorfreude mit Blick aufs Jahr 2019

Dies ist ganz im Sinne des Zirkus-Familienoberhaupts Gerhard Sperlich, der mit der Manegen-Pädagogik bereits vor 25 Jahren angefangen hat: „Ob Stärkung von Selbstvertrauen, Entwicklung von Verantwortungsgefühl oder Förderung von sozialem Verhalten – sowohl Kinder als auch Eltern erfahren in der Projektwoche mehr an gegenseitigem Vertrauen und bekommen viele Anregungen für das weitere Miteinander.“ Die Leidenschaft, mit der der 58-jährige Zirkusdirektor in siebter Generation in die Manege tritt, überträgt sich sichtbar bis in die letzten Gänge des ausverkauften Zelts. Mit Humor und Ironie, frechen und spitzfindigen Dialogen nimmt er sich auch selbst auf die Schüppe.

Besonders lustig wird es, wenn das Pony „Felix“ wie durch Zauberhand und ohne Worte pariert. Mal springt es fast in die Ränge, mal scheucht es im Trab die frechen Clowns auf. Die Stimmung kocht; alle klatschen voller Freude. Nachdem die erste Aufregung vorbei ist, lassen sich die talentierten Stars richtig feiern. Die Vorfreude auf 2019 ist schon in ihre Gesichter geschrieben. Dann heißt es wieder „Manege frei“.