Preisfinale - Erich-Kästner-Realschule fährt nach Berlin

Die Erich-Kästner-Realschule in Brauck.
Die Erich-Kästner-Realschule in Brauck.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
2010 waren sie schon einmal dabei. Jetzt fährt die Erich-Kästner-Realschule wieder mit einer Delegation zum Finale des Deutschen Schulpreises.

Gladbeck / Berlin.. Sie fahren nach Berlin - und sie fiebern bereits dem 10. Juni entgegen, denn nach der Teilnahme im Sommer 2010 wollen sie es genau fünf Jahre später endlich schaffen und einen der Deutschen Schulpreise 2015 bekommen. Die Erich-Kästner-Realschule in Brauck ist - wie bereits berichtet - wieder nominiert.

Die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung vergeben in Zusammenarbeit mit dem „stern“ und der ARD den mit insgesamt 243 000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis.

Von den 15 nominierten Schulen werden insgesamt sechs mit Preisen ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit beachtlichen 100 000 Euro dotiert, vier weitere Preise mit je 25 000 Euro. Außerdem wird der „Preis der Jury“ in Höhe von ebenfalls 25 000 Euro vergeben.

Live im TV-Nachrichtenkanal „Phoenix“

Alle Nominierten, die nicht zu den Preisträgern gehören, erhalten einen Anerkennungspreis von jeweils 2000 Euro.

Diese gesamten Rahmenbedingungen kennen die Gladbecker bereits aus dem Jahr 2010, als sie unter die besten zehn Schulen kamen, allerdings leider keinen der sechs dotierten Preise erhielten. Gleichwohl erhielten Erich-Kästner-Schulleiter Gerd Weggel und sein Team damals im Juni 2010 viel Lob und Anerkennung, als in Berlin-Mitte an einem sonnigen und heißen Tag die live im TV-Nachrichtenkanal „Phoenix“ übertragene Preisvergabe über die Bühne ging. Spannend war’s - und spannend wird’s auch jetzt wieder.

Über 1500 Schulen haben sich seit dem Start des Programms im Jahr 2006 am Wettbewerb beteiligt. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese sechs Kriterien seien inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt, unterstreichen die Preisorganisatoren.

Die Bundeskanzlerin ist wieder dabei

Auch in diesem Jahr hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Preisvergabe angesagt; die Moderation übernehmen Pinar Atalay und Dennis Wilms. Für die Veranstaltung wird die Heilig-Kreuz-Kirche an der Zossener Straße in Berlin zum Fernsehstudio mit besonderen Security-Vorkehrungen wegen der Visite der Kanzlerin.

Anfang des Jahres haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung übrigens die Deutsche Schulakademie (DSA) gegründet, um die gute Schulpraxis weiter zu tragen, wie es heißt. Die DSA soll die Erfahrungen der rund 50 Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises für andere Schulen verfügbar machen. Ein Preis mit Breitenwirkung.

„Botschafter der lokalen Bildungslandschaft“

Unterdessen gibt es auch erste Reaktionen aus dem Stadtteil mit Blick auf das Berliner Schulpreis-Finale am 10. Juni.

„Stolz“ zeigt sich die SPD Brauck, zumal die Erich-Kästner-Realschule sich schon zum 2. Mal unter den besten 15 Schulen der Bundesrepublik befinde. Die Sozialdemokraten erklären: „Schon die Ansiedlung des Schulzentrums war Herzensangelegenheit und Initiative der Braucker SPD. Umso erfreuter sind die Braucker Sozialdemokraten, mit welcher hervorragenden Qualität der Schulbetrieb die Schülerinnen und Schüler fördert.“

György Angel, Vorsitzender der Braucker SPD, unterstreicht, dass die Realschule „nicht nur ein hervorragender Botschafter der Bildungslandschaft in Gladbeck ist, sondern auch ein Botschafter für die Bildungslandschaft in Brauck“.