Poststreik: Viele Briefe kommen trotzdem an

Die Briefträger streiken – und kaum einer merkt es. Das zumindest ist der Eindruck vieler Bürger, die jeden Tag wie gewohnt ihre Post im Briefkasten finden oder die Päckchen an der Tür entgegennehmen. Der Eindruck, dass trotz Streiks viel Post zugestellt wird, täuscht nicht. Dieter Pietruck, Pressesprecher der Post in Düsseldorf, bestätigt, dass im Durchschnitt 80 Prozent der Postsendungen zugestellt werden.

1 Warum kommt so viel Post an?

In den Bezirken, wo Beamte im Einsatz sind, läuft die Zustellung wie sonst auch. Beamte dürfen ja nicht streiken. Wir dürfen sie aber auch nicht in anderen Bezirken einsetzen, wo Angestellte die Post austragen. Wenn diese streiken, hat das schon Auswirkungen. In der Niederlassung, zu der Gladbeck gehört, sind wir aber ganz gut aufgestellt. Dennoch warten natürlich einige Kunden länger auf ihre Post.

2 Aber Sie setzen doch auch vermehrt Aushilfskräfte ein?

Ja, aber die müssen sich auskennen, Orts- und Fachkenntnisse haben. Wir haben zum Glück einen großen Pool an Aushilfen, die uns sonst z. B. zur Weihnachtszeit verstärken. Das reicht aber natürlich nicht, um massive Ausfälle zu ersetzen. Auch Manager und Verwaltungskräfte sind derzeit im Einsatz.

3 Gibt es Beschwerden von Wirtschaftsunternehmen, die auf die Zustellung angewiesen sind?

Ja, natürlich gibt es Beschwerden. Aber es sind noch keine Großkunden abgesprungen.