Pollen machen vielen Menschen jetzt wieder zu schaffen

Foto: Lorenz Timm

Bei vielen Menschen währte die Freude über die wärmende Frühlingssonne nur kurz: Die Heuschnupfen-Saison hat begonnen. „Kaum hat sich der milde Winter verabschiedet, läuft bei vielen Bürgern die Nase, die Augen tränen und jucken“, sagt die Gladbecker Apothekerin Dorothee Pradel, Sprecherin der Apothekerschaft im Kreis Recklinghausen. Sie warnt davor, die Pollen-Allergie als Bagatelle abzutun: „Unbehandelt kann Heuschnupfen zu allergischem Asthma führen.

Dass die Pollen wieder fliegen, merken die Betroffenen, die mit allergischen Reaktionen der Nasenschleimhaut und der Augenbindehaut auf reagieren. Abhängig davon, welche Pflanze gerade blüht, ist der Heuschnupfen stärker oder schwächer. Pollen sind mikroskopisch klein und fast überall in der Atemluft. Im Gebirge und am Meer enthält die Luft weniger Pollen.

Eine Pollenallergie kann unabhängig vom Alter einsetzen. Den Patienten ist nicht immer klar, ob eine Allergie oder eine Erkältung die Ursache ist. „Bei einem Schnupfen, der ohne weitere Erkältungszeichen wie Kopfschmerzen oder Husten auftaucht und über Wochen anhält, sollte man deshalb an Heuschnupfen denken. Gleiches gilt, wenn sich ein Schnupfen jedes Jahr zwischen Februar und August zur gleichen Zeit einstellt“, betont Apothekerin Pradel. „Betroffene sollten sich in ihrer Apotheke beraten lassen, welches Arzneimittel das richtige gegen die Beschwerden ist.“

Auf jeden Fall sei es wichtig, Heuschnupfen zu behandeln. Der Grund: Die entzündete Nasenschleimhaut funktioniert nicht mehr als Filter und Luftbefeuchter. Pradel: „Dann gelangt die Atemluft mit den Pollen weitgehend ungereinigt in die Bronchien, in denen die in der Atemluft enthaltenen Pollen eine Überempfindlichkeitsreaktion auslösen. Ein allergisches Asthma entsteht. Fiepende Geräusche beim Luftholen deuten darauf hin. Wenn sich die Probleme hin zum Husten oder zur Atemnot verschlimmern, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.“