Polizei zählt weniger Unfälle auf Gladbecker Straßen

Die Unfälle auf der B 224 werden in der Statistik für Gladbeck ebenfalls gezählt.
Die Unfälle auf der B 224 werden in der Statistik für Gladbeck ebenfalls gezählt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Aber mehr Kinder verunglückten auf dem Schulweg und als Radfahrer. Ebenso nimmt die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss deutlich zu.

Die gute Meldung vorweg: Bei Verkehrsunfällen liegt Gladbeck im Vergleich zu den Nachbarstädten erfreulicherweise am unteren Ende der Skala. Während die Zahl der Unfälle kreisweit und in Bottrop angestiegen ist – um 3, 8 Prozent auf 19 397 Unfälle – hat es auf Gladbecker Straßen im vergangenen Jahr „nur“ 1780 Mal gekracht, das sind 132 oder 6,9 Prozent weniger Unfälle als in 2013.

Fahren die Gladbecker also vorsichtiger als ihre Nachbarn im Kreis? Könnte sein, aber, ganz ehrlich: Die Polizei weiß nicht, warum das so ist, erklärt Polizeipressesprecher Michael Franz. Doch der Trend passt zur rückläufigen Tendenz der vergangenen fünf Jahre.

Es gibt noch eine gute Nachricht: Auch die Zahl der durch Unfälle Verletzten ist in einem Jahr von 188 auf 177 gesunken – was erneut im Gegensatz zur Entwicklung im Kreis steht, wo die Zahl der Verunglückten um 202 auf 2178 gestiegen ist. Doch bei den Unfällen mit Todesfolge gibt es eine parallele, positive Entwicklung: Auf Gladbecker Straßen ist 2014 niemand zu Tode gekommen, im Kreis und Bottrop sank die Zahl von 14 auf 5 Todesopfer - „ein historischer Tiefstand“ freut sich Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Aber natürlich ist nicht alles gut auf Gladbecker Straßen, insbesondere nicht für Kinder und Jugendliche. 2014 gab es mehr Schulwegunfälle, die Zahl stieg von fünf auf sieben, mehr Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren verunglückten mit dem Fahrrad (fünf in 2014).

Am anderen Ende der Altersskala, bei den Senioren, ist dagegen Besserung zu erkennen. 25 wurden bei Unfällen im Straßenverkehr verletzt, 2014 waren es noch 29. Sowohl bei den älteren Pkw-Fahrern, als auch Fußgängern und Radfahrern sind die Zahlen rückläufig, steigende Verletztenzahlen meldet die Polizei einzig bei Senioren auf dem Motorrad (plus 3)

Über ein Drittel Verunglückte zu Fuß oder mit dem Rad

Ebenfalls eine positive Entwicklung weist die Statistik bei den Verkehrsunfällen mit Unfallflucht auf. Zwar wurden mit 306 noch immer fast so viele gemeldet wie das Jahr Tage hat, aber 2013 waren es sogar 344. Dafür und für die bessere Aufklärungsquote von 53,1 Prozent (vorher 45,4 %) hat der Polizeisprecher eine Erklärung: Die Meldungen in den Medien könnten andere abhalten, nach verursachtem Schaden weiter zu fahren. Durch mehr Meldungen von Zeugen würden mehr Verursacher ermittelt.

Weniger schön: Deutlich nach oben gehen die Zahlen bei Unfällen unter Alkoholeinfluss. Die Zahl stieg von 24 auf 29, zehn Personen kamen dabei zu Schaden. Unter anderweitigem Drogeneinfluss wurden sechs (vorher 2) Unfälle verursacht.