Polizei begleitete Versammlung von Libanesen

„Umsichtig“ haben die Ordnungshüter bei einem Einsatz am Pfingstmontag in Gladbeck reagiert, Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere. Foto: Ingo Otto
„Umsichtig“ haben die Ordnungshüter bei einem Einsatz am Pfingstmontag in Gladbeck reagiert, Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere. Foto: Ingo Otto
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.. Mit einem großen Aufgebot hat die Polizei am Pfingstsonntag eine Versammlung von 200 libanesisch-stämmigen Menschen in Gladbeck begleitet. Die wollten so der Familie eines in Bottrop erstochenen Mannes kondolieren. Die Polizei nimmt zum Einsatz Stellung.

Nach einer tödlichen Messerstecherei in Bottrop hatten sich am Pfingstsonntag rund 200 libanesisch-stämmige Menschen im Bereich Marienstraße/Vehrenbergstraße versammelt.

Der Gladbecker Franz-Josef Thorwesten nahm diesen Vorfall zum Anlass, um als Mitglied des Polizeibeirats zu fragen, warum die Polizei die verkehrsgefährdenden Auswirkungen dieser Versammlung an jenem Tag nicht unterbunden habe. Nun antwortete Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere auf diese Anfrage.

„Sicherheit der Anwohner war zu keinem Zeitpunkt gefährdet“

„Es handelte sich hierbei um Menschen, die der Familie des Opfers auf diese Weise Kondolenz bekunden wollten“, schreibt die Polizeipräsidentin an Franz-Josef Thorwesten. Die Polizei habe bei dem Einsatz an der Marienstraße „diese Situation aufgeklärt und mit angemessenen Kräften begleitet“. Die dabei entstandenen „kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen“ seien aus „sachgerechten Erwägungen, mit der Absicht der De-Eskalation und aus Gründen der Pietät“ hingenommen worden.

Anwohner, die sich durch die Situation beeinträchtigt fühlten, seien von den Beamten vor Ort gezielt angesprochen und beruhigt worden, ergänzt die Polizei-Chefin.

Alles in allem bewertet die Polizeipräsidentin den Verlauf des in Gladbeck nicht unumstrittenen Polizeieinsatzes wie folgt: „Aus meiner Sicht hat das umsichtige Verhalten der Polizei wesentlich dazu beigetragen, dass die Sicherheit der Anwohner zu keinem Zeitpunkt gefährdet war.“